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Arabische Welt: Streit um „Exodus“

Der neue Moses-Film „Exodus – Götter und Könige“ darf nach Zensur auch in marokkanischen Kinos laufen. Der Streifen war im Dezember verboten worden, weil einige Szenen gegen das islamische Verbot verstoßen, Gott als Person darzustellen.
Von PRO
Moses (Christian Bale, li.) und Ramses (Joel Edgerton) dürfen in Marokko nun doch im Kino miteinander kämpfen

Foto: 2014 Twentieth Century Fox

Moses (Christian Bale, li.) und Ramses (Joel Edgerton) dürfen in Marokko nun doch im Kino miteinander kämpfen
Am Dienstag hat das marokkanische Kinematographie-Zentrum (CCM) mitgeteilt, 20th Century Fox und der Regisseur Ridley Scott hätten der gewünschten Entfernung von kritischen Szenen aus dem Film zugestimmt. Dies bezieht sich auf zwei Abschnitte, in denen Gott personifiziert wird, berichtet die Onlinezeitung Times of Israel. Am 27. Dezember hatte das CCM den Film aus den Kinos genommen, weil Mose seine Offenbarung von einer Figur erhält, die als Gott interpretiert werden kann. Das Verbot des Hollywood-Streifens wurde in Marokko stark kritisiert, weil damit die Meinungsfreiheit von Filmemachern und Politikern angegriffen werde. Das wies die Kommission des CCM jedoch zurück. Die vorherige Verbannung sei nicht, wie behauptet, Zensur gewesen, sondern eine Sache des Respektes gegenüber dem Glauben der Menschen.

Wo „Exodus“ nicht gezeigt werden darf

In Marokko herrscht eine liberalere Einstellung gegenüber westlichen Filmen als in anderen Ländern der Region, was die vorübergehende Verbannung von „Exodus“ ungewöhnlich macht. Zensur von religiös oder kulturell anstößigen Szenen ist sonst eher in den konservativen Golfstaaten oder Ägypten üblich. Dem Bericht zufolge wird „Exodus“ in Ägypten und den Vereinten Arabischen Emiraten aufgrund von „historischer Ungenauigkeit“ nicht gezeigt. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/film/detailansicht/aktuell/guetiger-mose-grausamer-gott-90357/
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