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App soll zum Singen anregen

Die evangelischen Landeskirche in Württemberg entwickelt in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche in Deutschland eine Gesangbuch-App. Sie soll unter anderem Choral-Fetzen zu einem kompletten Lied zusammenfügen und Melodien erkennen können.
Von PRO
Ab 2018 sollen viele Kirchenlieder auch in einer App verfügbar sein
Ab 2018 sollen viele Kirchenlieder auch in einer App verfügbar sein

Die evangelischen Landeskirche in Württemberg entwickelt in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eine Gesangbuch-App für Smartphones und Tablets. „Sie soll zum Singen animieren und neuen Zugang zu geistlichem Liedgut eröffnen“, sagte Dan Peter laut dem Evangelischen Pressedienst (epd). Peter ist bei der württembergischen Landeskirche für Publizistik zuständig.

Die App bietet eine Volltextsuche. Dadurch ist es möglich, Lieder nach bestimmten Stichwörtern zu durchsuchen. Wenn nur noch eine Melodie in Erinnerung geblieben ist, kann die App das Summen einer Melodie einem Lied zuordnen. Wer sich ein altes oder neues Liedgut erschließen möchte, kann sich die entsprechende Melodie vorspielen lassen. Tonhöhe und Geschwindigkeit lassen sich dabei individuell einstellen. Wer ganze Chorsätze mehrstimmig spielen möchte, wird in dieser App ebenfalls fündig.

Eine Million Protestanten notwendig

Die Entwickler der App haben vor allem oder Gottesdienste in der Natur oder Reisegruppen im Blick, die ohne Gesangbuch frei vom Bildschirm ihres Smartphones oder Tablets mitsingen können. Zukünftig soll es auch die Möglichkeit geben, dass Nutzer weitere elektronische Liederbücher hinzufügen können. Landeskirchenmusikdirektor Matthias Hanke bezeichnet dies als eine „Entkanonisierung“ des Gesangbuchs.

Eine Herausforderung seien aktuell Rechtsfragen, wie der epd berichtet. Lizenzen für Liedtexte und Notensätze sowie Rechte für Musikvideos einzuholen, erweise sich als kompliziert. Mit 500.000 Euro finanzierte die württembergische Kirche den Start der App. Die Macher seien davon überzeugt, dass sich von den 22 Millionen Protestanten in Deutschland mindestens eine Million für die App entscheide und sich dann der Weiterbetrieb der App problemlos finanzieren ließe. Wenn es nach den Enwicklern geht, soll die App bis zum ersten Advent 2018 auf den Markt kommen.

Von: Jennifer Adam

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