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Anschlag in Orlando: Christen beten und helfen

Ein 29-Jähriger, der sich vor seiner Tat zur Terrorgruppe „Islamischer Staat“ bekannte, hat in einer Disco in Orlando 50 Menschen erschossen. Christen und Muslime in den USA verurteilten die Tat und reagierten mit großer Anteilnahme.
Von PRO
Rund um den Tatort waren in der Nacht zum Sonntag zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz

Foto: City of Orlando Police Department

Rund um den Tatort waren in der Nacht zum Sonntag zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz
Kirchen in Orlando reagierten auf den Anschlag mit spontanen Gebetsgottesdiensten und praktischer Hilfe für die Helfer. Mehrere Gemeinden verbreiteten Gebetsaufrufe in den sozialen Netzwerken und luden zu spontanen Gottesdiensten ein. Spiegel Online berichtet, kirchliche Gruppen seien an der Koordination von Snacks und Getränken für die vielen Freiwilligen beteiligt, die in langen Schlangen teils mehrere Stunden in der prallen Sonne warten, um Blut zu spenden. Der Pastor der First Baptist Church in Orlando, David Uth, sagte in einem Gottesdienst: „Die Terroristen wollen, dass wir in Angst leben. Aber unser Gott sagt: Fürchtet euch nicht, ich bin bei euch.“ Die Gemeinde trauerte nicht nur um die Opfer des Anschlags, sondern gedachte auch der am Freitag in Orlando erschossenen christlichen Sängerin Christina Grimmie.

Eltern: Unser Sohn war kein Islamist

Orlandos Bischof John Noonan nannte die Tat einen „massiven Anschlag auf die Würde des menschlichen Lebens“, der sich „gegen die Liebe Gottes“ richte. Chicagos Erzbischof Blase Cupich sagte: „Unsere Gebete und Herzen sind mit den Opfern der Massenschießerei von Orlando, ihren Familien und unseren schwulen und lesbischen Brüdern und Schwestern“. Papst Franziskus nannte den Anschlag eine „neue Manifestation tödlichen Wahnsinns und unsinnigen Hasses“, die er verabscheue und verurteile. Franziskus hoffe auf eine zügige Aufklärung des Verbrechens, das den Frieden der Bevölkerung der USA und der gesamten Menschheit gestört habe. Der Leiter des Missionswerkes „Samaritan’s Purse“, Franklin Graham, bat auf Facebook um Gebet für die Hinterbliebenen der Opfer und für die Ärzte, die versuchten, den vielen Verletzten das Leben zu retten. Rick Warren, Pastor der Saddleback-Gemeinde, schrieb auf Facebook, die Tragödie breche ihm das Herz. Joel Osteen, Pastor von Amerikas größter Kirche in Houston, teilte mit, für die Opfer zu beten. „Wahrer Glaube bedeutet, Gott dann zu vertrauen, wenn das Leben keinen Sinn ergibt“, ergänzte er. Der amerikanische muslimische Dachverband „Cair“ distanzierte sich von dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag. Der Vorsitzende des Vereins, Nihat Awad, nannte das Massaker ein „Hassverbrechen“ und versprach: „Wir werden dem Hass niemals nachgeben.“ Auch andere muslimische Repräsentanten in den USA verurteilten die Tat.

Radikaler Muslim trat in Orlando auf

Nach dem Stand der Ermittlungen am Montagmorgen war die Bluttat von Orlando der größte islamistische Terroranschlag in den USA seit dem 11. September 2001. Der 29-jährige Omar M., 1986 in den USA geboren und dort aufgewachsen, hat in einem Szeneclub für Homosexuelle um sich geschossen. Dabei wurden 50 Menschen getötet und noch mehr verletzt. Vor der Tat bekannte er sich bei einem Anruf bei der Polizei zur Terrormiliz „Islamischer Staat“. Der amerikanische TV-Sender Fusion berichtet, der radikal-islamische britische Prediger Farrokh Sekaleshfar sei vor wenigen Wochen in Orlando aufgetreten. Er ist bekannt dafür, die Todesstrafe für Homosexuelle zu fordern. Ob es eine Verbindung zu Omar M. gibt, ist noch nicht bekannt. Die Eltern des Täters stammen aus Afghanistan. Sie erklärten, ihr Sohn sei kein Islamist gewesen. Er habe sich allerdings einige Wochen zuvor über Männer aufgeregt, die sich in der Öffentlichkeit geküsst hatten. Omar M. galt als psychisch instabil. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/weltweit/detailansicht/aktuell/oregon-amoklaeufer-zielte-auf-christen-93529/
https://www.pro-medienmagazin.de/kommentar/detailansicht/aktuell/gnade-ergeht-vor-recht-92485/
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