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„Angst und vorauseilende Selbstzensur“ bei Journalisten

Die Axel-Springer-Akademie geht in einem Multimedia-Projekt religiös begründetem Terror auf die Spur. Schulleiter Marc Thomas Spahl fordert Journalisten auf, beim Thema Meinungsfreiheit dranzubleiben.
Von PRO
Die Journalistenschüler hinter dem Projekt studieren an der Axel-Springer-Akademie in Berlin

Foto: Axel Springer SE

Die Journalistenschüler hinter dem Projekt studieren an der Axel-Springer-Akademie in Berlin
Auf der Webseite „Je reste Charlie“ (Ich bleibe Charlie) präsentieren 19 Journalistenschüler der Axel-Springer-Akademie Videoreportagen zu Terroranschlägen rund um die Welt. Der Name des Projekts erinnert an den Slogan „Je suis Charlie“ (Ich bin Charlie), mit dem im Januar weltweit Solidarität für die von Islamisten ermordeten Redakteure der Satirezeitschrift Charlie Hebdo ausgedrückt wurde. In verschiedenen Videos aus Paris berichten Freunde und Angehörige der Toten darüber, wie sie nach dem Geschehen weiterleben. Beleuchtet wird auch der wachsende Antisemitismus in Frankreich. Weitere Drehorte sind unter anderem New York, London und Jerusalem. Die Welle der Solidarität mit Charlie Hebdo sei abgeebbt, beklagte Schulleiter Marc Thomas Spahl gegenüber dem Branchendienst Meedia. „Statt dessen beobachten wir überall Anzeichen für schleichende Angst und vorauseilende Selbstzensur. So ist dieses Projekt zustande gekommen“, erklärte er. Das Projekt solle aufrütteln und auch durch den Namen zeigen, an dem Thema dranzubleiben. „Denn es geht um unser höchstes journalistisches Gut, die Meinungsfreiheit.“ „Je reste Charlie“ ist ein dreisprachiges Projekt, alle Inhalte stehen auf Deutsch, Englisch und Französisch zur Verfügung. Die Webseite soll in den nächsten Monaten um weitere Artikel und Gastbeiträge ergänzt werden, teilte der Verlag mit. Begleitet werde der Start der Webseite von umfangreichen Social-Media-Aktivitäten, etwa einer Kampagne mit bekannten Persönlichkeiten, die auf Schildern bekennen: „Je reste Charlie“, darunter der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Innenminister Thomas de Maizière sowie zahlreiche Künstler, Sportler und Journalisten. (pro)
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