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Anerkennung Jerusalems sachlich und moralisch richtig!

Die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels ist schlicht die Anerkennung der Realität. Die Hindernisse zum Frieden liegen woanders. Ein Kommentar von Moritz Breckner
Von PRO
Bei seiner Rede zur Anerkennung Jerusalems hatte Donald Trump Vizepräsident Mike Pence an seiner Seite

Foto: pro/The White House

Bei seiner Rede zur Anerkennung Jerusalems hatte Donald Trump Vizepräsident Mike Pence an seiner Seite

Die USA haben die Hauptstadt Israels als Israels Hauptstadt anerkannt. Präsident Donald Trump hat am Mittwoch ausgesprochen, was seit fast 70 Jahren Realität ist: „Israel ist eine souveräne Nation, die wie jede andere auch das Recht hat, ihre eigene Hauptstadt festzulegen. Das als Fakt anzuerkennen ist eine notwendige Voraussetzung, um Frieden zu erreichen.“

An dieser Stelle könnte die Geschichte zu Ende sein. Allerdings ist Jerusalem ein Sonderfall – die internationale Gemeinschaft will die Stadt nicht als Israels Hauptstadt anerkennen. Die Palästinenser beanspruchen den Ostteil Jerusalems als Hauptstadt für einen künftigen Staat, während die Stadt für Israel unteilbar ist. Vor allem sind die Palästinenser eifrig darum bemüht, die Jahrtausende alten Verbindungen zwischen Judentum und Jerusalem infragezustellen. Teilweise hatten sie damit Erfolg – als die UNESCO Resolutionen verabschiedete, wonach Juden keine Verbindung zum Tempelberg und zur Klagemauer haben. Das ist freilich Unfug, wie auch Historiker am Mittwoch darlegten: Vor 3.000 Jahren wurde hier der erste jüdische Tempel gebaut. Die Osmanen ließen Jerusalem verwahrlosen, 2.000 Jahre lang leben fast ununterbrochen Juden in Jerusalem, seit 150 Jahren stellen sie die Mehrheit. Die Araber interessieren sich erst seit 1967 wieder für Jerusalem, als Israel den von Jordanien besetzten Ostteil der Stadt zurückeroberte. Jerusalem gehört zum Judentum wie der Vatikan zum Katholizismus, wie Berlin zu Deutschland.

Trump hat seine Rede zurückhaltend formuliert und sich zur Unterstützung der Zweistaatenlösung bekannt. Seine Anerkennung ist weder ein Schnellschuss, noch unüberlegt. Schon 1995 beschloss der US-Kongress unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton die Verlegung der US-Botschaft und damit die Anerkennung Jerusalems – Trumps Vorgänger allerdings schoben dies immer wieder auf. Der Führer der Demokraten im Senat und erbitterte politische Gegner Trumps, Chuck Schumer, empfahl Trump, Jerusalem sogar als „unteilbare“ Hauptstadt Israels anzuerkennen, ein Anliegen, das im Juni dieses Jahres ohne eine Gegenstimme den Senat passierte.

Es gab de facto keinen Friedensprozess mehr

Dass die Palästinenser nun mit „Tagen des Zorns“ und einem erschwerten Friedensprozess drohen, überrascht nicht. Einen echten Friedensprozess gibt es seit Jahren weder mit der Hamas, die Israel auslöschen will, noch mit der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), die Terroristen als Helden feiert. Dass Jerusalem nicht als offizielle Hauptstadt anerkannt wurde, hat in der Vergangenheit nichts geholfen.

Der Journalist Clemens Wergin schreibt in der Welt: „Sollte die Anerkennung von Jerusalem als israelischer Hauptstadt dazu führen, der Palästinenserführung die Vergeblichkeit ihrer Delegitimierungskampagne gegen Israel deutlich zu machen, so wäre das jedenfalls auch schon etwas wert.” Und der Berliner Autor Gideon Böss formulierte es auf Twitter so: „Wer es als Friedenshindernis ansieht, dass Jerusalem die Hauptstadt Israels ist, dürfte das eigentliche Friedenshindernis sein.“

Christen, die den Streit um Jerusalem verfolgen, sollten einen Blick in die Bibel werfen. „Ich werde segnen, die dich segnen“, heißt es in 1. Mose 12,3 über das Volk Israel. Und in Psalm 122 steht geschrieben: „Betet für den Frieden Jerusalems!“ Eine gute Aufforderung.

Von: Moritz Breckner

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