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Am Sonntag: Gebet für verfolgte Christen

Am zweiten Sonntag der Passionszeit, also dieses Jahr am 24. Februar, widmet sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) dem Gebet für verfolgte Christen. Der evangelische Arbeitskreis der CDU/CSU (EAK) spricht im Zusammenhang mit Christenverfolgung von einem „zum Himmel schreienden Unrecht“.
Von PRO

Foto: Thomas Rachel (Public Domain)

Schwerpunkt des deutschlandweiten Gebetstages für verfolgte Christen ist in diesem Jahr Indonesien: „Seit vielen Jahren kommt es dort immer wieder zu Übergriffen von radikalen islamistischen Kräften, denen die Polizei und andere staatliche Stellen nicht mit der erforderlichen Entschiedenheit begegnen“, schreibt dazu der Ratsvorsitzende der EKD, Präses Nikolaus Schneider, in einem Grußwort (Öffnet externen Link in neuem Fensterpro berichtete). Ein Materialheft der EKD zum Gebetstag kann auf der Internetseite der Kirche Öffnet externen Link in neuem Fensterheruntergeladen werden.

Der EAK-Vorsitzende und Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, erklärte anlässlich des Aktionstages: „Es ist ein zum Himmel schreiendes Unrecht, dass zu Beginn des dritten Jahrtausends immer noch Menschen überall auf der Welt aufgrund ihres bloßen Glaubens unter Hass, Verunglimpfung, Entrechtung oder Angst um Leib und Leben leiden müssen. Diese bittere Erkenntnis mahnt uns insbesondere als Christen, uns in der Politik auch weiterhin intensiv für das universale Menschenrecht der Religionsfreiheit einzusetzen.“ Dort, wo es an Religionsfreiheit fehle, würden früher oder später auch alle anderen Menschenrechte mit Füßen getreten.

Rachel lobte, dass die Bundesregierung den Einsatz für Religionsfreiheit ausdrücklich in ihrer Außenpolitik verankert habe. Dies könne den EAK jedoch weder trösten noch beruhigen: „Blicken wir weltweit auf das Ausmaß religiöser Unfreiheit, spüren wir schmerzvoll, dass wir hier immer noch ganz am Anfang stehen.“

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe erklärte zum Gebetstag auf seiner Öffnet externen Link in neuem FensterFacebook-Seite: „Zu oft droht bei uns in Vergessenheit zu geraten, dass Diskriminierung und Verfolgung von Christen in anderen Teilen der Welt bittere Realität ist. Es ist wichtig und richtig, dass hieran erinnert und ein sichtbares Zeichen gegen Verfolgung und für Religionsfreiheit gesetzt wird.“ Ein solches Zeichen solle jeder Einzelne in seinem Alltag setzen.

Die Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Menschenrechte und Humanitäre Hilfe“ der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach, berichtete in einer Pressemitteilung von einem Öffnet externen Link in neuem FensterDiskussionsabend über Christenverfolgung und bezeichnete die Bilanz der Bundesregierung als „beachtlich“, auch weil die Öffentlichkeit beginne, sich intensiv mit der Thematik auseinanderzusetzen. „Vor dem Hintergrund des Antrages der christlich-liberalen Koalition ,Religionsfreiheit weltweit schützen‘ unterrichtete die Bundesregierung den Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe in dieser Legislaturperiode regelmäßig über die Situation religiöser Minderheiten in vielen Teilen der Erde“, teilte Steinbach mit. „Die Solidarität mit allen diskriminierten religiösen Minoritäten ist für uns selbstverständlich.“ (pro)

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