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Altkanzler gegen Burka

Gerhard Schröder hat sich gegen die Burka ausgesprochen. Die CDU kritisiert er dennoch für ihre Verbotspläne.
Von PRO
Gerhard Schröder 2008

Foto: Campus Symposium GmbH

Gerhard Schröder 2008
Die Burka gilt für die einen als religiöses Symbol, das es zu schützen gilt. Für die anderen ist es das Zeichen der Unterdrückung der Frau, des Patriarchats und einem rückständigen Weltbild. Nun hat sich der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in die Debatte eingeschaltet. „Ich bin dagegen“, sagte er im Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. In Hannover habe er noch keine Burka gesehen, wohl aber Frauen „in ziemlich weitreichender Verschleierung“. Häufig seien dies arabische Gäste, die sich in den Kliniken vor Ort behandeln ließen. „Von denen geht kein Sicherheitsrisiko aus“, sagte Schröder. Gleichzeitig wandte er sich gegen eine Verschleierung in öffentlichen Gebäuden oder Schulen. Dort habe sie „nichts zu suchen“. Die Verbotspläne von Teilen der CDU kritisierte der Altkanzler dennoch. Die CDU-Innenminister hätten der „AfD das Wasser abgraben“ wollen. Mit dieser Strategie seien sie jedoch nicht erfolgreich gewesen. „Vermeidet einen Kampagne, die zu sehr das kopiert, was die AfD macht“, appellierte Schröder in Richtung der Christdemokraten. Die Innenminister der Union hatten im August ein Teilverbot der Vollverschleierung gefordert. Gerhard Schröder war von 1998 bis 2005 Bundeskanzler. Seitdem ist er in der Wirtschaft tätig. Für die von ihm maßgeblich durchgesetzte Reform Agenda 2010 wird er am Dienstag in Berlin mit dem Ludwig-Erhard-Preis geehrt. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/fernsehen/detailansicht/aktuell/plasbergs-heitere-burka-stunde-97545/
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