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Allah gesucht: Jesus gefunden

Mehrere Jahre hat Nabeel Qureshi intellektuell mit dem Islam gerungen. Wie er auf der Suche nach Allah zu Gott gefunden hat, beschreibt er in einem gleichnamigen Buch. Eine Rezension von Johannes Weil
Von PRO
Nabeel Qureshi beschreibt in seiner Biographie "Allah gesucht Jesus gefunden" seinen innerern Konflikt vor seiner Konversion zum Christentum
Nabeel Qureshi beschreibt in seiner Biographie “Allah gesucht Jesus gefunden” seinen innerern Konflikt vor seiner Konversion zum Christentum
Nabeel Qureshi wächst in einem liebevollen muslimischen Zuhause auf. Schon als junger Mensch entwickelt er eine Leidenschaft für den Islam: vorgelebt durch die eigene Familie. Er ist kompetent und sprachgewandt und hinterfragt die Dinge. Skeptisch und kritisch ist er vor allem gegenüber dem Christentum. Für ihn ist klar: Gott ist kein Vater und er hat keinen Sohn. Der Koran ist vollkommen und unzerstörbar. Das ist der Ausgangspunkt für die geistliche Reise, die Qureshi in seinem Buch „Allah gesucht – Jesus gefunden“ beschreibt. Als die Familie aus beruflichen Gründen von Pakistan nach Schottland zieht, wird es für Qureshi nicht einfacher. Die langen Tage machen den Fastenmonat Ramadan zu einer harten Zeit. Auch in der Schule ist er mit seiner Religion ein Exot. Trotzdem diskutiert der Teenager gerne und oft über Glaubensfragen. Er erlebt hautnah, was es bedeutet, Muslim in der westlichen Welt zu sein. Vor allem, dass Jesus selbst behauptet hat, Gottes Sohn zu sein, und dass er am Kreuz gestorben ist, hält der Autor für hanebüchen.

Beweise für die Auferstehung

„Je öfter ich meine Sichtweise vertrat, desto mehr fühlte ich mich in meinem Glauben bestärkt“, meint er in der Rückschau. Es wurde schwierig, dem Sog der westlichen Kultur zu widerstehen. „Ich hatte auch nicht eingeplant, Gott auf sehr persönliche Weise kennenzulernen.“ Er taucht immer tiefer ein in theologische Grundsatzfragen und muss nach und nach viele seiner Meinungen revidieren. Vor allem die Ereignisse rund um den 11. September 2001 lassen Qureshi nachdenken. Er konnte für sich nicht vereinbaren, dass unschuldige Menschen im Namen seines Gottes niedergemetzelt werden. Obwohl er weiterhin sehr kritisch den christlichen Glauben beleuchtet, bröckeln die Grundpfeiler seines Glaubens. Trotz aller Zweifel sorgen persönliche Begegnungen dafür, dass er an die Auferstehung Jesu Christi glauben und Jesu Gottessohnschaft Jesu nicht länger leugnen kann.

Familie wendet sich ab

Der Preis, den er dafür bezahlt, ist hoch: er trennt ihn von seiner Familie. Eine Familie, die viele Hoffnungen und Träume in ihren einzigen Sohn gesetzt hat. Das Buch beschreibt intensiv seinen Kampf und die innere Zerreißprobe, die er durchmacht. Doch Qureshi findet schließlich seinen Frieden in Jesus Christus. „Ich war endlich zerbrochen“, sagt er selbst. Er erreicht einen Zustand, den er „lange herbeigesehnt“ hat. Das Buch liest sich wie eine Erfolgsgeschichte, die bei diesem Titel zu erwarten ist. Trotzdem gibt der Autor auch einen Einblick in seine inneren Konflikte und das Ringen um Lösungen. Zudem gibt er einen schönen Einblick in sein Leben. Interessant ist das Buch für Laien, die mehr über den Islam lernen wollen: Wichtige Begriffe und diverse Strömungen der Religion werden näher erläutert. So gelingt es Nabeel Qureshi, nicht nur Fakten und Kenntnisse über die beiden Religionen, diejenige, die er verlassen hat und diejenige, zu der er gefunden hat, zu vermitteln. Er schildert auch den enormen inneren Kampf eines Muslims, der den für ihn wichtigsten Schritt seines Lebens geht und die Wahrheit über den Propheten nicht mehr unter den Teppich kehren möchte. (pro) Nabeel Quereshi, „Allah gesucht – Jesus gefunden“, Christliche Verlagsgesellschaft, 416 Seiten, 17,90 Euro , ISBN: 9783863531560.
https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/buecher/detailansicht/aktuell/generation-allah-mit-kollektivtherapie-gegen-den-islamismus-94358/
https://www.pro-medienmagazin.de/fernsehen/detailansicht/aktuell/was-sagt-der-koran-ueber-jesus-94348/
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