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AKK: Gottesdienste „regelmäßig und häufig“ besuchen

Wie systemrelevant ist der Tod? Darüber haben die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer und Jesuitenpater Klaus Mertes im Podcast „Mit Herz und Haltung“ der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen diskutiert. Für die Politikerin ist der Glaube an Gott in dieser Zeit besonders tröstend.
Von PRO
CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer

Foto: CDU/Tobias Koch

CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer

„Politik kann und darf keine Heilsversprechen abgeben. Wir können die Menschen nicht vor allen Schwierigkeiten bewahren.“ Das sagte die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer im Podcast der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen. Über die Bedeutung des Rechts auf Gesundheit und Leben in Zeiten der Corona-Pandemie sprach sie mit dem Jesuitenpater Klaur Mertes, Direktor des Kollegs St. Blasien. In der Podcast-Reihe „Mit Herz und Haltung“ ging es dieses Mal um die Frage: „Wie systemrelevant ist der Tod?“

Der Glaube an Gott sei für die Menschen, die glaubten, in der aktuellen Krise etwas sehr Tröstliches, sagte Kramp-Karrenbaer: „Es gibt etwas Höheres. Es gibt etwas, was uns in existenziellen Fragen auffängt.“ Dass diese Perspektive, gerade in Zeiten einer Pandemie, nicht verloren geht, sei eine ganz wichtige Aufgabe der Kirchen. Die Verteidigungsministerin hoffe, dass die Wiedereröffnung der Gotteshäuser von den Menschen jetzt auch als Ermutigung angesehen werde. Sie forderte dazu auf, Kirchen „regelmäßig und häufig“ zu besuchen. Auch Pater Mertes sagte: „Die Politik kann uns nicht vor allen Lebensrisiken schützen. Das kann nur der liebe Gott.“

Der Pater und die Ministerin sprachen auch über die angeordneten Maßnahmen und Verhaltensregeln während der Pandemie. Ziel der Gesundheitsversorgung in Deutschland sei es gerade in der aktuellen Situation, dass jeder, bei dem eine medizinische Versorgung nötig sei, diese auch erhalte, sagte die Politikerin. Das gelte auch unabhängig vom Alter der Patienten. Der Wert des Lebens habe „eine überragende Bedeutung“. Beide waren sich einig: Ein gewisses „Lebensrisiko“ müsse jeder in Kauf nehmen. Sie orientierten sich mit ihren Aussagen an der Ad-hoc-Stellungnahme des Deutschen Ethikrates zur Coronakrise. Der stellte im März fest: „Auch der gebotene Schutz menschlichen Lebens gilt nicht absolut. Ihm dürfen nicht alle anderen Freiheits- und Partizipationsrechte sowie Wirtschafts-, Sozial- und Kulturrechte bedingungslos nach- bzw. untergeordnet werden. Ein allgemeines Lebensrisiko ist von jedem zu akzeptieren.“

Von: Swanhild Zacharias

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