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Ahlhaus: “Kirchen sind unverzichtbar”

Hamburgs designierter Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU) hält die Kirchen für einen "unverzichtbaren Bestandteil der Gesellschaft". Das sagte er am Freitag gegenüber der "Katholischen Nachrichtenagentur" (KNA). Erst am Montag hatte der Politiker eine mutmaßlich islamistische Hamburger Moschee schließen lassen.

Von PRO

Foto: Udo Grimberg/wikipedia

Die Kirche erfülle nicht nur jene Aufgaben, die der Staat nicht mehr erledigen könne, sondern gebe der Gesellschaft darüber hinaus Halt. "Das ist gerade in der Anonymität von Großstädten sehr wichtig", sagte der Hamburger Politiker. "Unsere Gesellschaft krankt daran, dass wir das tägliche Leben sehr professionell bewältigen, aber der Sinn des Lebens immer weniger Thema ist. Doch ohne diesen roten Faden klappt irgendwann das Alltagsgeschäft nicht mehr."

Ahlhaus rief alle gesellschaftlichen Gruppen zu einem friedlichem Zusammenleben auf: "Wir sind ein Land mit Religionsfreiheit und größtmöglichen Entfaltungsmöglichkeiten. Das setzt voraus, dass alle, auch die hier lebenden Muslime, in einer Gemeinschaft Toleranz üben." In Hamburg gelte das für die ganz überwiegende Mehrzahl der Muslime. "Aber wo es zum Angriff auf unsere freiheitliche Grundordnung kommt, muss der Staat handeln", sagte der Politiker. Am Montag hatte der derzeitige Hamburger Innensenator die Taiba-Moschee schließen lassen. Die Einrichtung steht im Verdacht, einen "Heiligen Krieg" zu unterstützen.

Ahlhaus ermutigte die Kirchen, sich in gesellschaftlichen Fragen aktiver einzubringen. Für ihn als Katholik sei der Glaube "ein wichtiger Teil meines privaten Lebens, den ich pflege", sagte er der KNA. Das Gebet gebe ihm "Ruhe und Gelassenheit und die Gewissheit: Selbst bei Fehlern hat man einen Halt, der einen über das aktuelle Geschehen hinweg trägt". (pro)

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