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AfD-Wähler sind pessimistischer

Eine Erhebung der Konrad-Adenauer-Stiftung zeigt: AfD-Anhänger blicken pessimistischer in die Zukunft als die Wähler anderer Parteien. Mit den Rechtskonservativen verknüpfen Nichtanhänger vor allem Gefühle wie Wut, Angst, Ungehagen oder Empörung.
Von Anna Lutz
Anhänger von Alexander Gauland und Alice Weidel sind eher pessimistisch, sagt eine Erhebung

Foto: Deutscher Bundestag/Achim Melde

Anhänger von Alexander Gauland und Alice Weidel sind eher pessimistisch, sagt eine Erhebung

Welche Gefühle verbinden die Wähler mit den unterschiedlichen Parteien? Dieser Frage ist die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung nachgegangen und hat gleich drei Erhebungen dazu in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: AfD-Wähler sind pessimistischer als etwa Wähler von Union oder FDP.

So stimmten 83 Prozent der AfD-Wähler der Aussage zu: „Wenn das so weitergeht, sehe ich schwarz für Deutschland.” Im Durchschnitt aller Befragten waren es 33 Prozent, bei der Union 14. Vertrauen darauf, dass Deutschland künftige Herausforderungen bewältigt, bringen entsprechend nur 17 Prozent der AfD-Wähler auf, dafür aber etwa 85 Prozent der Unionswähler. Insgesamt blicken 63 Prozent der Befragten optimistisch in die Zukunft.

Angst vor der Zukunft äußerten 59 Prozent der AfD-Wähler. Dass alles gut wird, glauben unter ihnen 37 Prozent. Am positivsten gestimmt sind hier und auch insgesamt laut Erhebung die Anhänder der Union, gefolgt von der FDP, den Grünen, der SPD und der Linken.

SPD zwischen Zuversicht und Resignation

Während AfD-Wähler überwiegend positive Gefühle mit ihrer Partei verbinden, assoziieren andere Wut, Angst, Ungehagen, Empörung oder Aufregung mit den Rechtskonservativen. Die Studie nennt das ein „Alleinstellungsmerkmal”. Tatsächlich ist die AfD die einzige im Bundestag vertretene Partei, der Nichtanhänger nahezu einhellig mit massivem Unwohlsein begegnen.

Mit CDU und SPD verbinden die meisten Gefühle wie Zuversicht, Zufriedenheit, Stabilität, Sicherheit, Vertrauen und Hoffnung, mit den Sozialdemokraten aber auch Verzweiflung, Empörung, Resignation und Aufregung. Laut der Studie haben seit Ende 2017 die positiven Gefühle im Zusammenhang mit den Grünen abgenommen, während der FDP zunehmend mit Gleichgültigkeit begegnet wird.

Der Bundesvorsitzende der AfD, Jörg Meuthen, zeigte sich nach Erscheinen der Erhebung unzufrieden mit den Ergebnissen. Am Donnerstag teilte er mit: „Wenn die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung in ihrer Studie festgestellt haben will, dass AfD-Anhänger und Wähler besonders pessimistisch seien, kann ich dazu nur sagen: Das ist schlicht Unfug. AfD-Wähler sind keine Pessimisten, sie sind Realisten.”

Von: Anna Lutz

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