James Talarico hat seinen Sieg bei der Senatswahl in Texas als Kampf eines Außenseiters gegen übermächtige Gegner gedeutet. In seiner Rede in Austin griff der 37-jährige Politiker nach Angaben der „Christian Post“ die biblische Geschichte von David und Goliath auf.
Der Demokrat Talarico hat bei den sogenannten Midterms am 3. November seinen republikanischen Gegner Ken Paxton bezwungen. Texas wird seit 1993 von Republikanern regiert.
„Ich muss da an die biblische Geschichte vom Hirtenjungen denken, der gegen einen Riesen kämpft“, erklärte Talarico kurz vor Mitternacht vor einem begeisterten Publikum in Austin. Seine Unterstützer in Texas seien die „Steinschleuder“ gewesen, mit der man die politischen und wirtschaftlichen Mächte – er spielte auf Elon Musk, den „reichsten Mann der Welt“ und Donald Trump, den „mächtigsten Mann der Welt“ an – besiegt habe.
Talarico, der sich als presbyterianischer Seminarist bezeichnet, machte christliche Sprache zu einem festen Bestandteil seines Wahlkampfs. Zum Schluss seiner Rede nahm Talarico auch auf Jesu Tempelreinigung Bezug, die er bereits während seines gesamten Wahlkampfs verwendet hatte. Jesus habe, so der Politiker, angesichts von Unrecht nicht nur gebetet, sondern „betrat das Machtzentrum und stürzte die Systeme der Ungerechtigkeit um“.