Alexander Schweitzer, ehemaliger Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, wird Bärbel Bas im Amt des Arbeitsministers beerben. Im März noch verlor er mit der SPD bei den Landtagswahlen, nun geht es für ihn nach Berlin.
Schweitzer ist katholisch und Mitglied in der Laienorganisation „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“ (ZdK). 2025 wurde er in dieses Gremium gewählt, das etwa die Reformbewegung „Synodaler Weg“ prägt und den Katholikentag organisiert.
Im vergangenen Jahr reiste Schweitzer außerdem nach Rom, um den damaligen Papst Franziskus zu treffen. „Diese Begegnung mit Papst Franziskus war ein Höhepunkt meines Lebens, nicht nur meines beruflichen“, sagte er damals der „Allgemeinen Zeitung“ in Mainz.
„Haben Kinder evangelisch erzogen“
Im „Domradio“ berichtete er von den Gesprächsthemen mit dem Kirchenoberhaupt: „Wir haben auch darüber gesprochen, dass meine Frau, die ja auch dabei war, evangelische Religionslehrerin ist und, dass wir unsere Kinder evangelisch erzogen haben.“
In dem Gespräch berichtet er auch von seiner Kindheit als Messdiener und seinem Erleben der Kirche damals durch einen indischstämmigen Pater aus der Südpfalz. Dieser habe Schweitzer damals von der Armut der Kinder in Indien berichtet. „Das ist eine erste wichtige Begegnung mit Gerechtigkeitsfragen, die für mich nicht aus der Politik kommt, sondern aus der katholischen Kirche.“
Am Montag war bekannt geworden, dass die bisherige Ministerin und SPD-Vorsitzende Bärbel Bas sich aus ihren Ämtern zurückzieht. Als Grund nannte sie den Tod ihrer Stieftochter, aber auch anhaltende öffentliche Kritik des Koalitionspartners CDU in der Trauerphase.