Die katholische Kirche in Österreich verzeichnet im letzten Jahr erneut einen Rückgang der Kirchenaustritte. Nach rund 91.000 im Jahr 2022 und etwa 71.500 im Jahr 2024 traten 2025 nur rund 67.000 Menschen aus. Parallel dazu blieb die Zahl der Gottesdienstbesucher 2025 mit über 300.000 an den untersuchten Sonntagen weitestgehend stabil. Mit Stichtag 31. Dezember 2025 gab es 4.488.101 Katholiken in Österreich
Darüber hinaus traten knapp 5.500 Personen wieder oder überhaupt in die Kirche ein – 300 mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Erwachsenentaufen stieg von 255 auf 359, bei sinkenden Kindertaufzahlen. Die allerdings hängen laut Bischofskonferenz mit den gesunkenen Geburtenraten zusammen.
Der österreichische Religionssoziologe Paul M. Zulehner reagierte überrascht auf die Zahlen. Wie er dem ORF Salzburg sagte, deuteten die Daten auf ein „Religionsrevival“ hin, also eine neue Zuwendung zur Kirche. Zulehner sieht mögliche Gründe für die gestiegenen Eintrittszahlen darin, dass sich viele Menschen nach festen Werten, Orientierung und Gemeinschaft sehnten.
Ein erhöhtes Interesse ließ sich laut Statistik insbesondere in der Kommunionsbegleitung und dem ehrenamtlichen Engagement feststellen. Dort steigen die Zahlen demnach seit 2022 kontinuierlich auf zuletzt über 12.300 Engagierte.