Mehr als 50 Prozent der Jugendlichen haben sich für ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche ausgesprochen. Das zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte Studie der Techniker Krankenkasse. Laut Studie war mehr als jeder Zehnte Heranwachsende für ein generelles Verbot. Insgesamt 48 Prozent sprach sich für ein Verbot ab einer bestimmten Altersgrenze aus. Die meisten Befragten waren davon überzeugt, dass soziale Medien bis zum 14. Lebensjahr tabu sein sollten.
Obwohl sich viele ein Verbot wünschen, gaben dennoch weit mehr als zwei Drittel der Befragten an, dass die sozialen Medien einen positiven Effekt auf sie haben. Allerdings nannten die Beteiligten auch negative Folgen. Die Studie verdeutlicht: Je länger die Jugendlichen auf Social-Media unterwegs sind, desto häufiger klagen sie über Beschwerden. Etwa die Hälfte der Jugendlichen, die mehr als vier Stunden pro Tag online ist, klagte über schlechte Laune, Unsicherheit und Unzufriedenheit mit sich selbst.
Hilfe durch Eltern erwünscht
Bemerkenswert ist zudem: Jugendliche ergreifen teilweise selbst Maßnahmen, um ihr Verhalten zu regulieren. Unter anderem entfolgt oder blockierten 37 Prozent bewusst Accounts, die ihm oder ihr nicht guttun. Trotzdem wünschen sich knapp 50 Prozent der Befragten, Hilfe durch Eltern oder die Schule, um einen guten Umgang mit den Medien zu erlernen
Den Erkenntnissen der Studie liegt eine Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes „eye square“ zugrunde. Die Wissenschaftler befragten im Auftrag der Krankenkasse 1.400 Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren. Die Stichprobe entspricht einem repräsentativen Abbild der genannten Altersgruppe in Deutschland.