Influencer testet Leben als Christ – und bekehrt sich

30 Tage lang wollte der New Yorker Influencer Brian Guan so leben, als würde er an Gott glauben. Nun hat er sich vor Ablauf der Frist bekehrt.
Von Martin Schlorke
Brian Guan

Ist man glücklicher, wenn man wie ein Christ lebt? Diese Frage hat sich der New Yorker Influencer Brian Guan gestellt und deswegen eine besondere Challenge begonnen. Er wollte 30 Tage lang so tun, als wäre er Christ und als würde es Gott geben – obwohl er nicht gläubig ist. Jeden Tag veröffentlichte er ein Video, in dem er seine Follower an dem Selbstversuch teilhaben ließ. Doch an Tag 20 nahm das Experiment eine für ihn unerwartete Wendung.

In dem Video zu Tag 20 gestand er, dass er dieses Experiment bereits mehrere Wochen vorher begonnen hatte, sich aber erst seit 20 Tagen dabei filmt. Mit Tränen in den Augen sagt er: „Ich habe genug davon, vorzugeben, ich sei Christ. Das ist echt. Jesus Christus ist echt. Jesus Christus ist mein Herr und Erlöser.“

In den ersten Wochen des Experiments habe er einfach nur die Routinen wie das tägliche Gebet, abgespult. Erst später habe er sich vorgenommen, mit einer größeren Ernsthaftigkeit die Routinen durchzuführen. Rückblickend sei das Glaube gewesen, erklärt er. Während des Selbstversuchs habe er zudem erfahren, wie es sich anfühlt, Angst zu haben, von Gott getrennt zu sein.

Den 30-tägigen Versuch führt Guan weiter. Allerdings nicht mehr mit dem Motto „Vortäuschen, Gott existiert“, sondern „Glauben, Gott existiert“.

Zu seiner Routine gehören das Lesen der Bibel und das tägliche Gebet – egal ob im Bett, vor dem Essen oder auf dem Rad. Außerdem versucht er, die Lehren Jesu praktisch in seinen Alltag einzubinden – etwa wenn er die Nachbarschaft von Müll säubert oder Kontakt zu einem Freund aufnimmt, mit dem er sich gestritten hatte. Täglich übt er sich zudem in Dankbarkeit – indem er Dinge vor der Kamera benennt, für die er dankbar ist.

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