Als „ungewöhnlich und trotzdem natürlich wunderschön“ empfand Jürgen Klopp die jüngsten öffentlichen Gebete auf dem Fußballplatz von Felix Nmecha. Und das verwundert nicht. Denn auch Klopp selbst hat immer wieder öffentlich über seinen Glauben gesprochen und ist deshalb auch für viele Christen ein ganz besonderer Fußballstar.
Der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund und Liverpool äußerte sich 2020 in einem Brief zur Coronapandemie: Das Virus mache auch vor Fußball nicht halt. „An unsere gegnerischen Vereine und Personen gerichtet, die betroffen sind oder noch sein werden, sage ich: Wir schließen euch in unsere Gebete und Gedanken mit ein.“ Klopp schloss den offenen Brief mit den Worten: „Denken Sie an die Schwachen in unserer Gesellschaft und handeln Sie, wenn möglich, mit Mitgefühl für sie. Bitte kümmert euch umeinander. You’ll Never Walk Alone, Jürgen.“
„Ich bin Christ. Wir sehen uns.“
Ein Jahr zuvor hatte er einem todkranken Fußballfan Mut zugesprochen: „Ich bin Christ. Wir sehen uns“, sagte er, und das Zitat ging um die Welt.
Und er war Botschafter für das Reformationsjubiläum 2017: „Ich mag Luther, weil er für die Unprivilegierten und Ausgeschlossenen gekämpft hat“, zitiert ihn der Evangelische Pressedienst (epd). Luther sei ein Kämpfer für die gute Sache gewesen, ein Rebell um des Glaubens willen, damit Menschen ihren Glauben ohne Angst und mündig leben können, sagte er zum Erscheinen der Bibeledition.
Nun könnte dieser Christ tatsächlich Bundestrainer der Fußballnationalmannschaft werden. Medienberichten zufolge strebt der DFB das an, Klopp erklärte, er stehe bereit. Zuletzt nahm Julian Nagelsmann nach dem Ausscheiden des deutschen Teams bei der Weltmeisterschaft seinen Hut.