Der Diskuswerfer Lars Riedel ist immer bodenständig geblieben. Geholfen hat ihm dabei sein christlicher Glaube. Das betont der 58-Jährige im Interview mit der Münchener Zeitung tz vom Samstag. Schon in seiner Kindheit sei er „mit dem christlichen Glauben“ aufgewachsen und habe sich später immer wieder daran orientiert.
Vor vier Jahren habe er sich sogar entschieden, sich noch einmal als Erwachsener taufen zu lassen. Seitdem liest er täglich in der Bibel: „Ich bin seit ein paar Jahren auch nicht nur gläubig, sondern ich glaube wirklich. Für mich ist Jesus Christus derjenige, der uns retten kann. Sonst niemand.“ Er habe seine Kraft aus diesem Glauben bezogen und sei „geführt“ worden.
Seine Erfolge habe er „nicht ohne Sinn“ erzielt, sondern sie hätten einen tieferliegenden Grund, den er in Gott verortet. In der MDR-Sendung „Riverboat“ am vergangenen Freitag untermauerte er dies mit den Worten: „Ich weiß, woher ich die Kraft bekomme und das hilft mir unwahrscheinlich. Ich kann dadurch absolut loslassen.“ Dabei zeigte er mit den Händen Richtung Himmel.
Deswegen sehe er sich auch in der Verantwortung, christliche Werte zu vertreten und andere Menschen zu inspirieren. Riedel, der 2008 seine aktive Karriere als Sportler beendet hat, gehört noch immer zu den erfolgreichsten Sportlern seiner Sportart an. Gemeinsam mit seiner Frau und den beiden Töchtern lebt er seit über 20 Jahren am bayerischen Tegernsee. Er ist in den Bereichen Coaching, Business und Fitness tätig.