Der Linken-Politiker Bodo Ramelow hat den militärischen Angriff der USA und Israels auf den Iran im Podcast „Ronzheimer“ kritisiert. Stattdessen machte er sich dafür stark, dass die Zivilbevölkerung selbst das diktatorische Regime stürzen müsse. Dabei verweis er auf die Friedliche Revolution, die das Ende der DDR herbeiführte.
Hunderttausende hätten in Leipzig und anderen Städten Friedensgottesdienste besucht und dann mit Kerzen in der Hand und der Parole „Keine Gewalt“ gegen die DDR-Führung protestiert – obwohl die Staatsmacht ihnen bewaffnet und mit Panzern gegenübergestanden habe.
„Als bekennender Christ hoffe ich darauf, dass himmlische Gerechtigkeit wird“, sagte Ramelow dem „Bild“-Journalisten und Podcast-Host Paul Ronzheimer. Weiter sagte der Bundestagsabgeordnete, dass er darauf hoffe und dafür bete, „dass die Menschen im Iran so viel Kraft entwickeln können, dass sie mit friedlichen Methoden dieses Regime abschütteln können.“ Das gehe nur mit zivilgesellschaftlichem Widerstand, etwa indem die Menschen ihre Arbeit verweigerten und das Land nicht mehr am Laufen hielten.
Das militärische Eingreifen von außen lehnt Ramelow ab. Seiner Ansicht nach trage ein Regimewechsel von außen nicht dazu bei, dass die Zivilgesellschaft eines Landes gestärkt werde und verschiedene Ethnien und Religionsgemeinschaften friedlich zusammenleben könnten. Vielmehr stürze es die Länder in Chaos, weil Bevölkerungsgruppen sich dann gegenseitig bekämpften, um an die Macht zu kommen.