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3.000 Jugendliche stehen für verfolgte Christen ein

3.000 Jugendliche wollten das Leiden der verfolgten Christen in der Welt sichtbar machen. Sie waren Besucher beim Jugendtag des überkonfessionellen christlichen Hilfswerks Open Doors.
Von PRO
Afshin J. berichtete über die Lage der Christen im Iran und darüber, wie es ihm gelungen ist, der Hisbollah zu entkommen

Foto: Open Doors

Afshin J. berichtete über die Lage der Christen im Iran und darüber, wie es ihm gelungen ist, der Hisbollah zu entkommen

„Unsichtbar“ lautete das Motto des Jugendtages der christlichen Hilfsorganisation Open Doors in Wetzlar. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf Christen muslimischer Herkunft. Diese müssen nach ihrer Abkehr vom Islam im Untergrund leben, um Folter und Hinrichtung zu entgehen. Betroffene aus dem Iran und Jemen berichteten vom Wirken Gottes in islamischen Ländern. Die Jugendlichen wurden herausgefordert, ihre „unsichtbaren“ Glaubensgeschwister sichtbar zu machen. Mit einem Musik-Flashmob in Wetzlar machten sie auf die weltweite Christenverfolgung aufmerksam.

Vom Hisbollah-Kämpfer zum Evangeliumsverkündiger

Aus seiner Zeit in der extremistischen Hisbollah berichtete der Iraner Afshin. Um Allah und Mohammed zu gefallen, habe er sich radikalisiert und Ungläubige hingerichtet. Im Gefängnis sei er mit einem Mitgefangenen über Jesus ins Gespräch gekommen. Die Worte ließen ihn nicht mehr los. In einer tiefen Depression betete er zu Gott und habe ihn als Weg, Wahrheit und Leben erkannt. So sei aus dem ehemaligen Hisbollah-Kämpfer ein Evangeliumsverkündiger geworden.
Die Situation im Jemen, wo die Terrororganisationen Al-Kaida und Islamischer Staat immer mehr an Einfluss gewinnen, beleuchtete Said. Der Sohn einer strenggläubigen muslimischen Familie wies auf die Lebensgefahr hin, wenn man als Muslim seinen Glauben verlasse. Als Salafist hörte er bei einem Aufenthalt in Europa erstmals von Jesu Liebe zu den Menschen. Das veränderte ihn völlig. Er wurde Christ und landete im Gefängnis. Said ermutigte die Jugendlichen, auf Muslime zuzugehen und von Jesus zu erzählen.

Geistlicher Aufbruch unter Muslimen

Von einem geistlichen Aufbruch unter Muslimen berichtete der amerikanische Pastor und Autor Tom Doyle. Gemeinsam mit seiner Frau lebte er 11 Jahre im Nahen Osten und in Zentralasien. In dieser Zeit interviewte er viele Christen mit muslimischem Hintergrund. Noch als diese Muslime waren, sei ihnen Jesus im Traum erschienen. Doyle veröffentlichte die Berichte in dem Buch „Träume und Visionen“.
Vielfältige Aktionen luden die Jugendlichen dazu ein, sich aktiv für verfolgte Christen einzusetzen. Musikalisch gestaltete die Outbreakband den Tag, deren Sängerin Mia Friesen schon als Ermutigungsbotschafterin mit Open Doors in Nigeria war.
Open Doors setzt sich für die Anliegen der weltweit mehr als 100 Millionen verfolgten Christen ein. Aktuell ist die Organisation in über 60 Ländern im Einsatz. Jährlich veröffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste von Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. (pro)Beck: Kein Wettbewerb der verfolgten Religionsgruppen (pro)
„Christentum steht im Mittleren Osten vor dem Aus“ (pro)

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