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12 Tote bei Anschlag auf Journalisten in Paris

Mindestens zwei Täter haben am Mittwoch die Redaktion der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo gestürmt und um sich geschossen. 12 Menschen wurden ermordet. Die Angreifer riefen vor der Tat „Allahu Akbar“ (Allah ist groß).
Von PRO
Der Anschlag in Frankreich hat weltweit für Entsetzen gesorgt

Foto: Fox News / Screenshot: pro

Der Anschlag in Frankreich hat weltweit für Entsetzen gesorgt
Unter den Toten sind laut Medienberichten der Herausgeber der Zeitung, Stéphane Charbonnier, sowie die Zeichner mehrerer Mohammed-Karikaturen, die in den vergangenen Jahren in dem Blatt erschienen waren. Die Täter sind noch auf der Flucht. Im Internet kursieren Videos von den Männern, die in einen Fluchtwagen steigen und einen Polizisten erschießen. Eine Überlebende des Anschlags erklärte gegenüber der Zeitung L’Humanité, die Täter hätten sich zur Terrororganisation Al Qaida bekannt.

Politiker verurteilen Terroranschlag

Frankreichs Präsident François Hollande verurteilte den Angriff als „barbarischen Terror-Akt“. Bundeskanzlerin Angela Merkel sicherte Frankreich die Solidarität Deutschlands zu, US-Präsident Barack Obama bot Hilfe bei der Suche nach den Tätern an. Der französische Rat des muslimischen Glaubens (CFCM) verurteilte den Anschlag als Tat gegen alle Franzosen.

Christlicher Medienverbund: „Kein Generalverdacht gegen Muslime“

Der Christliche Medienverbund KEP, zu dem auch das Christliche Medienmagazin pro gehört, verurteilt den Terroranschlag aufs Schärfste. Geschäftsführer Christoph Irion teilte mit: „Dieser Anschlag ist nicht nur ein feiger Angriff auf das Leben von Mitarbeitern einer Satirezeitschrift. Er ist zudem ein Angriff auf die Pressefreiheit, die ebenso wie die unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechte ein Grundpfeiler der freiheitlichen Demokratien ist.“ Irion warnte davor, das Attentat zum Anlass zu nehmen, Muslime unter einen Generalverdacht zu stellen: „Die Feinde von Freiheit und Demokratie sind nicht die vielen friedlich lebenden Muslime in unseren westlichen Gesellschaften, sondern die kleine Minderheit der von Fanatismus geblendeten radikalen Islamisten.“ Charlie Hebdo hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Cartoons des islamischen Propheten Mohammed gezeigt. Der letzte Twitter-Beitrag des Magazins zeigt die Karrikatur eines Mannes, der Führer der Terrormiliz Islamischer Staat sein soll. 2011 gab es einen Brandanschlag auf die Redaktion, verletzt wurde dabei niemand. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/journalismus/detailansicht/aktuell/aus-satire-wird-bitterer-ernst-82072/
https://www.pro-medienmagazin.de/journalismus/detailansicht/aktuell/satireblatt-zeigt-erneut-mohammed-80605/
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