Das christliche Medienmagazin

Streit um Musikvideo in spanischer Kathedrale

Ein Musikvideo zweier Latino-Popstars sorgt im spanischen Toledo für Streit. Ein Rapper und eine Sängerin tanzen anzüglich in der Kirche.
Von Johannes Schwarz
Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on email
Kathedrale Toledo
Trotz Drehgenehmigung sorgt das Tanzvideo nun für Streit

Weltweit sorgt ein Musikvideo für Aufregung und Streit. Gedreht wurde das Tanzvideo in der Kathedrale der spanischen Stadt Toledo, unweit von Madrid entfernt. Das am vergangenen Wochenende veröffentlichte Video zeigt anzügliche Tänze des spanischen Rappers C. Tangana (31) und der argentinischen Sängerin Nathy Peluso (26). Kirchliche Vertreter zeigten sich größtenteils schockiert.

Gewählt wurde die Kathedrale als Örtlichkeit für das Musikvideo, da das Lied „Ateo“, zu Deutsch Atheist, von einer Bekehrung eines Menschen handelt. Tänzerisch setzten die beiden Latino-Popstars dies sinnlich um. Mit Hüftbewegungen tanzen sie eng aneinander durch die Kathedrale.

Es regt sich erheblicher Widerstand gegen das Video. Die spanische Zeitung „El Mundo“ schreibt gar von „Krieg“ innerhalb der katholischen Kirche. Kirchenvertreter klagen eine Beleidigung Gottes an, während auch Christen aus anderen Orten von einer „Provokation“ sprechen und Unverständnis äußerten. Franciso Cerro Chaves, der Erzbischof von Toledo, bat laut Deutscher Presseagentur (dpa) um Entschuldigung und bedauerte dieses Ereignis zutiefst. Es sei eine „missbräuchliche Nutzung des heiligen Ortes“ gewesen, so Chaves.

Der Dekan der Kathedrale von Toledo, Juan Miguel Ferrer Grenesche, rechtfertigt den Dreh in der Kirche. Die inhaltliche Aussage der Bekehrung eines Atheisten und den Wunsch mit zeitgenössischer Kunst in den Dialog zu treten, seien Gründe für die Dreherlaubnis gewesen.

Das entsprechende Musikvideowurde auf Youtube in nur 48 Stunden mehr als 3,7 Millionen Mal angesehen. Anders als bei Kirchenvertretern wurde das Video im Netz positiv aufgefasst. Einige Youtube-User sprachen von einem „wahren Kunstwerk“.

Mit Material von dpa

Schreiben Sie einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell