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Papst ruft zum Impfen gegen Covid-19 auf

In einer Videobotschaft hat Papst Franziskus die Menschen aufgerufen, sich gegen Corona impfen zu lassen. Das sei auch ein Akt der Nächstenliebe.
Von dpa
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Foto: Vatican News/YouTube

Papst Franziskus in einer aktuellen Videobotschaft

Papst Franziskus hat per Videobotschaft die Menschen weltweit dazu aufgerufen, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. „Dank Gott und der Arbeit vieler haben wir jetzt Impfstoffe, um uns vor Covid-19 zu schützen“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche in der am Mittwochmorgen veröffentlichten Botschaft. Die Impfstoffe gäben Hoffnung, die Pandemie zu beenden, jedoch nur, wenn diese allen zur Verfügung stünden und wenn alle zusammenarbeiteten.

Mit zugelassenen Impfstoffen immunisiert zu sein und beizutragen, dass die Mehrheit der Menschen geimpft sei, sei „ein Akt der Liebe“, sagte der 84-Jährige. Die Impfung sei ein einfacher Weg, um das Wohl aller voranzubringen und füreinander zu sorgen.

Papst Franziskus hatte in der Vergangenheit immer wieder dazu aufgerufen, sich impfen zu lassen und Impfstoffe allen zugänglich zu machen. Der Vatikan hatte außerdem Corona-Impfstoffe, für deren Entwicklung Zell-Linien zweier abgetriebener Föten verwendet wurden, als moralisch vertretbar eingestuft.

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35 Antworten

  1. Zu sagen, impfen sei ein Akt der Nächstenliebe, halte ich für falsch.

    Es geht bei Nächstenliebe darum, dem Nächten vorsätzlich und aktiv Gutes zu tun oder ihm bewusst nichts Böses zu tun und zu wollen. Sich einmal passiv “picksen” lassen, um dann passiv anderen vermeintlich nicht zu schaden, hat nach meinem Verständnis wenig mit echter, christlicher Nächstenliebe zu tun. Das ist eher so wie einem Obdachlosen einmal im Monat 2 Euro zu geben und sich dann einzureden, man habe seine Pflicht der Nächstenliebe damit ja erfüllt und sei ein ganz herausragend guter Mensch. (Während “die anderen” darauf verzichten und deswegen asozial und böse seien.)

    Was mir auch gar nicht gefällt: Impliziert sagen diese “Impfen ist Nächstenliebe”-Leute, dass Menschen, die keine Impfung möchten, “böse” sind, unmoralisch. Sie übten eben keine “Nächstenliebe”. Ich glaube aber wirklich, ein nicht geimpfter Mensch, der im Krankenhaus oder Altersheim aushilft, übt mehr christliche Nächstenliebe als ein geimpfter Mensch, der faul und passiv in Absonderung zu Hause vorm Fernseher sitzt und abwartet, bis diese 2020 von der WHO ausgerufene Corona-Pandemie vorbei ist.

    Jetzt sagt gleich der Erste: Moment, der ungeimpfte Mensch steckt ja alle an! Mal ehrlich: Soweit ich zuletzt hörte, sagt jetzt das US-Seuchenministerium, Geimpfte könnten das Virus ähnlich weitergeben wie ungeimpfte Menschen. Auch im Rachen von vielen Geimpften fand man schon hohe Viruslast. Einmal husten oder mit jemanden sprechen, schon verbreiten sie durch Aerosole die Viren. Also was bleibt da von “Impfen als Akt der Nächstenliebe” als heiße Luft, ein leeres Versprechen, Geblubber?

    Wenn die Leute schon so viel von ihrer tollen Nächstenliebe reden, sollen sie sich a) erst impfen lassen und dann mit ihrer Impfung b) auch tätige Nächstenliebe üben und irgendwo helfen gehen. Und ich schätze es für moralisch deutlich höher, wenn man nur b) macht, als wenn man nur a) macht.

    1. Nehmen wir doch einfach ein anderes Wort statt Nächstenliebe, um deutlich zu machen, dass der Papst mit seiner Aufforderung Recht hat und Sie, Christian, Nebelkerzen zünden.
      Ist es moralisch richtig, ist es moralisch falsch oder ist es moralisch neutral sich impfen zu lassen?
      Mit der Impfung schütze ich mich nachweislich selbst. Das ist zweifelsfrei eine moralisch richtige und gebotene Haltung. Wenn ich selbst nicht schwer erkranke, erhalte ich mir die Möglichkeit anderen zu helfen. Auch das ist zweifelsfrei moralisch geboten.
      Wenn ich mich als Geimpfter infiziere – was durchaus möglich ist -, bin ich kurzfristig wahrscheinlich genauso infektiös wie ein Ungeimpfter. Das ist eine moralisch zunächst neutrale Feststellung. Deshalb ist es moralisch geboten, dass auch Geimpfte weiterhin Abstandsregeln und Maskenpflicht einhalten.
      Allerdings sind sog. Impfdurchbrüche keine Pandemietreiber, weil die Impfung eben doch das Infektionsrisiko senkt.
      Also ist das Impfen moralisch geboten. Christlich kann man sagen es ist ein Akt der Nächstenliebe, so wie es der Papst tut.
      Die “Argumentation” von Christian ist demgegenüber eher Sophisterei, zumal im Hintergrund der ver-quer-“gedachte” Verdacht abklingt, es handle sich doch eh nur um eine von der WHO ausgerufenen Pandemie.

      1. Sprechen Sie es doch einfach und klar aus: Nur derjenige, der diese päpstliche Definition von Nächstenliebe teilt und dem Aufruf des Papstes folge leistet, handelt christlich. Eine andere Auffassung hingegen ist unchristlich. Na, wenn das kein folgenschweres Dogma ist.

  2. Ist es medizinisch richtig oder falsch sich impfen zu lassen. Das halte ich für wichtiger als alle Moraldiskussionen. In meinem Umfeld gibt es 2 Mediziner die trotz ihrer Ausbildung und ihrem akademischen Titel zu völlig gegensätzlichen Meinungen kommen und diese auch begründen. Mir als Laie macht es Sorge. Soll ich dem menschlich sympatischen trauen oder nicht?
    Akt der Nächstenliebe halte ich für zweifelhaft. Wer sich impft denkt erst mal an sich und ob er doch eine Gefahr für andere bleibt—genaues weiß keiner.

    1. Wer gegen jede Evidenz argumentiert, dem ist nicht zu helfen. Dass es auch unter Ärzten völlig verquere Spinner gibt, kann man bei den Ärzten für Aufklärung besichtigen. Die Impfstoffe sind nachweisbar wirksam und die Nebenwirkungen werden peinlich dokumentiert und halten sich im Rahmen des Erwarteten…
      Es gibt evidenzbasiertes Wissen und konspiratives Geschwurbel… Und die sind klar zu unterscheiden!

      1. Sachsen hat die niedrigste Impfquote und die niedrigste Inzidenz in Deutschland. Wie kommt das wohl?
        Wir Ossis sind sehr sensibel wenn uns Wahrheiten von Oben verkauft werden. Uns wurde gelehrt das die DDR auf Basis einer wissenschaftlichen Weltanschauung steht, am Ende war es ein Lügengebäude das krachend zusammenbrach und konspiratives Geschwurbel erwies sich als richtig. Also kurz gesagt, wir schalten bei allen Nachrichten den gesunden Menschenverstand mit ein. Der ist nicht wissenschaftlich, aber schon meine Oma ist damit gut durchs Leben gekommen. Herr Carvalho, vielleicht brauchen Sie auch mal einen Mauerfall.

        1. Der implizit angespielte Vergleich der DDR mit gegenwärtigen Verhältnissen in der Corona-Krise – der ja in Quer-“denker”-Kreisen recht beliebt ist -, entbehrt jeder sachlichen Grundlage und ist moralisch nur schäbig.
          Evidenzbasiertes Wissen macht übrigens vor Landesgrenzen sowenig halt wie das Virus!
          Und dieses überhebliche Ossi-Getue ist doch wirklich lächerlich, vor allem angesichts des Umstandes, dass in vielen Teilen der ehemaligen DDR, Faschisten in erschreckendem Ausmaß gewählt werden.
          Ich kenne – Gott sei Dank – genug “Ossis” privat sehr gut, denen dieses Ossi-Getue plus Rechtsdrall ausgesprochen peinlich und zuwider ist…

  3. Papst Franziskus: Impfen (mit einem experimentellen bedingt zugelassenen Impfstoff….) sei ein Akt der Nächstenliebe…. Da kann ich nur hoffen, dass sein Gott ihm diesen Aufruf verzeihen wird……

  4. Fake! Immer und immer wieder die faustdicke Lüge von bedingt zugelassen Impfstoffen. Frau Meyer-Simon, Sie verbreiten hier die Unwahrheit!

  5. Eine ganz einfache Fragestellung, die jeder ernsthafte Christ erwägen sollte und die lautet: Wie würde Jesus handeln? Im konkreten Fall: Hätte sich Jesus impfen lassen oder hätte er zu einer kollektiven Impfung aufgerufen um sein Gebot der Nächstenliebe einzufordern? Wir wissen aus den Evangelien, dass Jesus nicht nur ein Arzt der Seelen war, sondern, dass er auch alle Kranken, die zu ihm kamen von ihren körperlichen Krankheiten und Gebrechen heilte. Jesus schickte niemanden woanders hin – er verwies auch nicht auf irgend eine andere Heilung – auf kein anderes Heil ausserhab seiner selbst. Es ist jener Jesus der sagte: Wer sein Leben versucht zu erhalten der wird es verlieren. und fürchtet euch nicht vor denen die nur den Leib töten können… Sein glasklares Credo: Sorgt euch in erster Linie um geistige Belange, so wird sich alles körperliche Notwendige finden. Die Kirchen hingegen sind im Begriff die Prämissen Jesu in einem sozialistischen, bzw. im Brecht’schen Sinne auszulegen: Erst kommt das Fressen und dann die Moral.

    1. Verzeihen Sie die klaren Worte, aber: einen größeren Unsinn habe ich selten gelesen.
      Jesus selbst war es, der seinen Jüngern den Auftrag gab, während sie Gottes Reich verkündigten, “die Kranken zu heilen, die dort sind” (Lk 10,9). Es geht eben im christlichen Glauben NICHT nur um das Seelenheil. In den Heilungsgeschichten der Evangelien, die mir bekannt sind, war Jesus selbst es, der sich NICHT zuerst um die geistigen Belange der Menschen gekümmert hat, sondern IMMER zuerst um die körperlichen und sozialen (erst die Heilung, die Integration, die Aufwertung, die Sättigung…, DANN die geistige Dimension – wenn überhaupt in diesen Geschichten eine geistige Dimension erwähnt ist).

      1. @Elmar Vogel
        Eine kleine Berichtigung zum Thema Sättigung: bei der Speisung der 5000/4000 wird, je nach Evangelist, auch berichtet, dass diese Sättigung NACH der Lehre stattgefunden hat. Das Interessante ist aber hier – und hier finden Sie eine Antwort auf die Frage: Was würde Jesus tun? – dass die Jünger die Menschen nach der Lehre/ der Versammlung eigentlich hungrig wegschicken möchten, aber Jesus der Meinung ist, dass das nicht geht und dass diese Menschen etwas zu essen brauchen. Und nicht nur “geistliche Nahrung”.

    2. Ich nehme an Sie gehen grundsätzlich zu keinem Arzt und auch Zahnschmerzen überlassen Sie Jesus…. Ja, ja die sozialistischen Kirchen, die das anders sehen…. was eine Begriffsverwahrlosung oder einfach nur Unfug…

      1. @Carvalho:
        Es soll Menschen geben, die auf kindliche Weise daran festhalten, dass Jesus Christus alle Krankheit zu heilen vermag. Und es gibt Menschen die bereit sind für diesen kindlichen Glauben, Anfeindung, Hass und Ausgrenzung auf sich zu nehmen. Und dieses Szenario ist alles andere als fiktiv, sondern wird schon bald zur bitteren Realität werden. Doch Sie haben für diese Geisteshaltung nichts weiter übrig als Häme und Spott, wenn Sie den Aufruf des Papstes mit dem Gang zum Zahnarzt vergleichen.
        Lassen Sie sich eines gesagt sein: Wir sind Menschen und wir sind menschlichen Schwächen unterworfen, die uns oft genug zweifeln lassen an der Kraft des göttlichen Geistes. Man nennt dies Anspruch und Wirklichkeit. Dass Sie hier nun die menschlichen Schwächen (Wirklichkeit) als Argument für die Lächerlichkeit solch eines kindlichen Glaubens (Anspruch) ins Feld zu führen, das lässt mich einfach nur sprachlos zurück.

        1. Dann hoffen wir mal, dass diese Sprachlosigkeit anhält! Denn was Sie zu sagen haben, entbehrt jeglicher Stringenz und ist schlicht pseudo-frommer Unfug!
          Sie behaupten, Jesus hätte sich nicht impfen lassen. Jedweden Beleg dafür bleiben Sie schuldig und flüchten sich in einen haltlosen, verschwurbelten Spiritualismus. Und anderen (also mir z.B.) werfen Sie vor “dogmatisch” zu sein bzw. Jesus zu einem Sozialisten oder Revoluzzer zu machen. Das sind doch völlig unsinnige Begriffe in diesem Zusammenhang!
          Ihre Argumentation bewegt sich auf dem Niveau von “Pastor” Stockmann, der in Berlin einem Maske-tragenden Passanten zuruft: “Warum trägst du Make, Jesus schützt dich!”
          Das ist ein vernunftwidriger Missbrauch von Religion, zudem kist es rücksichtslos und wird durch Wiederholung nicht besser.
          P.S. Bei Gegenwind das übliche bei Menschen Ihres Zuschnitts: dann kommt die Opfersuade, wir Rechtgläubigen werden immer mit Häme und Spott bedacht, weil wir Jesus treu sind. Nein, ich widerspreche Ihnen, weil nachweislich dummes Zeug verzapfen und darin sind Sie eben Jesus nicht treu.

        2. Diese “kindlich-glaubende-Opfer-Theorie” ist sehr beliebt in Kreisen, in denen man nicht bereit ist, sich selbst und die eigene Theologie zu reflektieren.
          Ich habe daran auch sehr lange geglaubt. Bis ich begriffen habe, dass ich nicht “angefeindet” werde wegen meines rühmenswerten, starken, kindlichen Glaubens, sondern deshalb zurecht kritisiert und belächelt wurde, weil ich einer einseitigen Theologie Glauben geschenkt hatte, die viele biblische Aussagen und Erzähleungen einfach unter den Tisch fallen lässt. Und die nicht bereit ist, Wirklichkeit und Anspruch zusammen zu denken, sondern immer nur zurückgezogen in ihrer Scheinrealität existiert (beispielsweise der Scheinrealität, dass Jesus alle, die nur RICHTIG KINDLICH glauben, schon zu Lebzeiten heilen würde und dass es NUR des Glaubens bedürfe).

  6. Für barmherziges Handeln, das wir aus menschlichem Mitgefühl gegenüber Notleidenden üben müssen wir weder Juden noch Christen sein, das sollte jedem klar sein, der das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter kennt und es auch nur ansatzweise verinnerlicht hat. Diese Tugend kann auch ein Ungläubiger üben. Sicher, das Handeln aus Mitgefühl und Barmherzigkeit ist bereits göttlicher Natur aber die Botschaft Jesu beinhaltet weitaus Größeres, und Tiefgreifenderes und das muss sie ja auch, sonst könnte sie nicht den Anspruch erheben das Leid der Welt grundlegend zu überwinden. Daher sage ich Ihnen hier: Mit der körperlichen Heilung und Erhaltung ist es eben NICHT getan d. h. in der körperlichen Unversehrtheit liegt NICHT gleichzeitig auch das Heil des Menschen. Wie sonst könnte es sein, dass Jesus es als den größten Akt der Nächstenliebe bezeichnet, das eigene Leben für seine Freunde aufopfernd hinzugeben. Und schon gar nicht stehen die körperlichen Belange über denen des Geistes, sondern genau umgekehrt verhält es sich mit der Botschaft Jesu, wie er es selbst lehrt:
    „Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allem trachten die Menschen, die Gott nicht kennen. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. Trachtet zu allererst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Matthäus. 6, 31-33
    Ob Heilung, ob Essen oder Trinken, alle menschlichen Bedürfnisse dienen Jesus letztlich als Sinnbilder zur Verdeutlichung seiner Botschaft, die eine geistige ist – eine Lehre die in ihrer Erhabenheit weit über das Vordergründige hinaus geht. So auch seine Deutung, als er sagt, dass wir das Fleisch und Blut des Menschensohnes essen und trinken sollen.

    „Der Geist ist’s, der da lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich rede, die sind Geist und sind Leben.“ Joh. 6, 63
    Über das Essen: „Schafft euch Speise, die nicht vergänglich ist, sondern die bleibt zum ewigen Leben. Die wird euch der Menschensohn geben.” Joh. 6, 27
    Über das Trinken: „Wer von diesem Wasser trinkt, den wird wieder dürsten; wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten“ Joh. 4, 13

    Behaupten sie gerne etwas anderes, aber beziehen Sie sich bitte auf die Worte Jesu wenn Sie mir antworten und nicht auf fragwürdige Interpretationen, die darauf abzielen aus Jesus einen politischen Revoluzzer oder Sozialisten zu machen.

    1. Ihre Ausgangsfrage lautete: Was würde Jesus TUN?
      Und darauf habe ich sachlich, mit fundierten biblischen Argumenten geantwortet.
      Sie jedoch argumentieren damit, was er GESAGT hat. Das kann man natürlich auch machen, ist aber nicht die Antwort auf Ihre Frage nach Jesu HANDELN.

      Nirgends habe ich in meinem Kommentar Jesus als politischen Revoluzzer oder Sozialisten dargestellt. Vermutlich verwechseln sie mich da mit jemandem.

      1. Kaja sagt:
        Ihre Ausgangsfrage lautete: Was würde Jesus TUN?

        Richtig, und ich denke ich habe hier unmissverständlich klar gestellt, dass für einen Christenmenschen der Geist über den körperlichen Belangen steht und nicht umgekehrt, wie Sie das versuchen hinzubiegen. Und ich habe auch deutlich gemacht, dass dies der Lehre des Evangeliums entspricht und dass deshalb der Aufruf des Papstes (auch wenn er im Namen Jesu bzw. der Nächstenliebe argumentiert) an der Botschaft Jesu vorbei geht.

        1. @Elmar Vogel
          Ja, richtig, SIE haben klargestellt, dass für einen Christenmenschen der Geist über dem Körper steht. Sie haben ein Postulat aufgestellt und dann mittels Bibelstellen versucht, es zu begründen. Das ist aber nicht abgeleitet von Handeln Jesu, nachdem Sie ja gefragt hatten.
          Ich habe nirgends behauptet, dass für Jesus grundsätzlich der Körper über dem Geist steht. Sondern dass er in seinem HANDELN (zur Erinnerung: das, wonach Sie gefragt hatten) in den Evangelienberichten über Heilungen nicht dem Geistlichen die Priorität eingeräumt hat (und in diesen Erzählungen kommen die Kranken/Leidenden ja meistens nicht mal zu ihm, um geistliche Lehre zu empfangen, sondern nur deshalb, weil sie erwarten, dass er sie körperlich heilt. Jesus nimmt das immer ernst und wertet es nicht als “ungeistlich” ab). Das ist keine Interpretation und auch kein Hinbiegen. Das können Sie in den Heilungserzählungen nachlesen.

    2. Ihre Unterscheidung nach “geistiger” Bedetung und “körperlicher”, weltlicher oder wie immer man das nennen mag, ist nicht biblisch, auch wenn Sie noch so viele Bibelverse zusammenschustern. Sie allegorisieren die biblischen Texte, so dass diese zu Ihrer Auffassung passen. Die Brotrede im Johannesevangelium hat eine völlig andere Bedeutung als die synoptischen Evangelientexte, man kann das nicht einfach willkürlich zusammenrühren.
      Ihr Schlussatz dokumentiert Ihr Argumentationsniveau: Erlaubt sind nur Worte Jesu – und zwar nur in Ihrem Sinn gedeutet, alles andere sind “fragwürdige Interpretationen”, die Jesus zu einem “politischen Revoluzzer oder Sozialisten” machen. Sie bemerken augfenscheinlich nicht, dass Sie jedwede vernünftige Diskussiongrundlage vermissen lassen.
      Trotzdem alles Gute.

    3. Ich habe mir jetzt Ihre Argumentation noch einmal durchgelesen und verstehe nicht, worauf Sie eigentlich mit den drei Bibelzitaten zum Essen und Trinken abzielen.
      Und wie Sie das in Verbindung bringen mit der Tatsache, dass es keine Christen gibt, die nicht irgendwann einmal etwas zu essen oder zu trinken brauchen. Nach Ihrer Argumentation mit den drei Versen oben müssten ja alle richtig glaubenden Christen in dem Maße geistlich erfüllt sein, dass sie keine “vergängliche” Speise mehr brauchen. Ich kenne aber keine Christen (auch nicht solche, die von sich behaupten, die “wahren Christen” mit dem “echten, kindlichen Glauben” zu sein), die auf Nahrung und Flüssigkeit verzichten können (sofern sie natürlich beabsichtigen, am Leben zu bleiben).

  7. @Kaja
    Sie können es drehen wie Wie wollen, auch das Wunder der Brotvermehrung diente Jesus letztlich als Gleichnis für eine geistige Sättigung des Menschen. Im Johannesevangelium wird dieser Anspruch Jesu unmissverständlich klar:
    „Es kamen aber andere Schiffe von Tiberias nahe zur Stätte, da sie das Brot gegessen hatten durch des Herrn Danksagung. Joh. 6, 23
    „Jesus antwortete ihnen und sprach: Amen, amen ich sage euch: Ihr suchet mich nicht darum, dass ihr Zeichen gesehen habt, sondern dass ihr von dem Brot gegessen habt und seid satt geworden. Wirket Speise, nicht, die vergänglich ist, sondern die da bleibt in das ewige Leben, welche euch des Menschen Sohn geben wird. Joh. 6, 26-27
    „Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“ Joh. 6, 35„Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben Manna gegessen in der Wüste und sind gestorben. Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, auf dass, wer davon isst, nicht sterbe.
    „Ich bin das lebendige Brot, vom Himmel gekommen. Wer von diesem Brot essen wird, der wird leben in Ewigkeit. Und das Brot, dass ich geben werde, ist mein Fleisch, welches ich geben werde für das Leben der Welt.“ Joh. 6, 48-51
    „Jesus sprach zu ihnen: Amen, amen ich sage euch: Werdet ihr nicht essen das Fleisch des Menschensohnes und trinken sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch isst und trinket mein Blut, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken.“

    1. Was Jesus wie zu welchem Zweck diente, vermag ich nicht zu sagen. Ich bin ja nicht Jesus.
      Was ich aber bei den Erzählungen über die Brotvermehrung LESEN kann, ist, dass Jesus Menschen zwar geistlich erfüllt hat, aber sie körperlich nicht hungrig zurücklassen wollte. Es gehört beides zusammen. Das zeigt ja auch das Vater Unser, in dem uns Jesus lehrt, NICHT nur um das geistliche Wohl zu bitten, sondern auch um das tägliche Brot.
      Schade, dass Sie sich nicht auf eine sachliche Diskussion einlassen wollen, sondern alle vorgebrachten Argumente sofot abblocken.

  8. Herr Vogel scheint hier eine Lesart des Christentums vorzuschlagen, die einem mystischen Spiritualismus zuneigt und diese Traditionen sind beileibe nicht die unsympathischsten der Christentumsgeschichte. Eine Spiritualität ohne mystischen Einschlag ist schwer vorstellbar (manche fundamentalistischen Kreise tun dies, aber da geht es geistlich ja auch sehr dürr zu).
    An solche Traditionen reflektiert anzuknüpfen, ist – denke ich – wüschenswert.
    Nicht statthaft ist es, diese in die Bibel einzutragen. Jesus war kein mystischer Spiritualist, sowenig wie ein sozialistischer Revolutionär war.
    Nicht statthaft ist es, das Geistige aufzuwerten, zu Lasten einer Abwertung des Leiblichen. Die hebräische Anthropologie ist ausgesprochen leiblich und dem Platonismus geradezu entgegengesetzt.
    Und verantwortungsloser Quatsch ist es, mit einem derartig zurechtgestylten Jesus gegen die Impfung zu polemisieren. Da sind dann eben alle Latten aus dem Zaun gefallen….

  9. Nachdem ich mich durch alle Kommentare zu diesem Beitrag gelesen habe, geht meine ausdrückliche und dankbare Unterstützung an @Carvalho und @kaja für fundierte, sachliche und schwurbelfreie Antworten.
    Von den fromm ummantelten, teilweise abgedrehten Begründungen, warum die Corona-Schutzimpfung verweigert wird, bin ich leider nicht überrascht, nur enttäuscht, wie weit sich starre, evangelikale Glaubensansätze verbiegen lassen, anstatt das naheliegende zu tun und sich und andere Menschen so gut es geht vor einer Virusinfektion zu schützen.

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