Wenn es nach dem Willen des Lehrerverbands geht, sollen Nikabs bald in sämtlichen deutschen Bildungseinrichtungen tabu sein

Wenn es nach dem Willen des Lehrerverbands geht, sollen Nikabs bald in sämtlichen deutschen Bildungseinrichtungen tabu sein

Lehrerverband für Nikabverbot in allen Bildungseinrichtungen

Der Deutsche Lehrerverband fordert ein Verbot von Gesichtsschleiern nicht nur in Schulen. Hintergrund ist ein Rechtsstreit in Hamburg darum, ob eine Schülerin mit Nikab in den Unterricht kommen darf.

Gesichtsschleier in sämtlichen Bildungseinrichtungen sollen zukünftig der Vergangenheit angehören. Das fordert der Verbandspräsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger am Montag. „Ich plädiere für ein bundesweites Nikabverbot in allen Bildungseinrichtungen. Das passt nicht zu dem offenen Umgang, den wir im Unterricht pflegen wollen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Hintergrund ist ein gerichtlicher Streit in Hamburg. Die Schulbehörde der Stadt hatte der Mutter einer 16-Jährigen aufgetragen, dafür zu sorgen, dass die Tochter im Unterricht ihr Gesicht zeige.

Verwaltungs- und Oberverwaltungsgericht hatten die Anordnung zurückgewiesen. Es fehle dafür die gesetzliche Grundlage im Hamburger Schulgesetz. Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) hatte angekündigt, notfalls das Schulgesetz zu ändern, sollte sich die Rechtsauffassung seiner Behörde nicht durchsetzen. „Egal, was welche Kultur oder Religion vorschreibt: In der Schule zeigt jeder und jede offen das Gesicht. Wir werden alles tun, damit das auch in Zukunft gesichert ist“, betonte Rabe gegenüber der dpa.

„Klima der Toleranz und des wertschätzenden Miteinanders“

„Der Nikab ist ein ganz starkes Zeichen der Abgrenzung und gegen Integration. Wir wollen ein Klima der Toleranz und des offenen wertschätzenden Miteinanders und dazu gehört es, Gesicht zu zeigen“, sagte Lehrerpräsident Meidinger und begründete die Initiative.

Von: dpa

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