Viele Jugendliche hätten gerne ein eigenes Handy. Trotzdem sollte ihre Lieblingbeschäftigung draußen stattfinden.

Viele Jugendliche hätten gerne ein eigenes Handy. Trotzdem sollte ihre Lieblingbeschäftigung draußen stattfinden.

Kinder wollen Smartphones haben

Smartphones, Tablets und Computer werden für Kinder in Deutschland immer wichtiger. Das geht aus einer Studie über das Konsumverhalten von Heranwachsenden hervor, die am Dienstag vorgestellt wurde. Bei 41 Prozent der befragten 4- bis 13-Jährigen steht ein Smartphone ganz oben auf dem Wunschzettel.

Wenn sich Kinder in Deutschland eine Anschaffung für sich aussuchen dürfen, nennen sie meistens zuerst ein eigenes – oder ein neues – Smartphone. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage über das Konsumverhalten von Heranwachsenden vom Dienstag. Bei 41 Prozent steht das Handy an erster Stelle und damit vor Fahrrädern, Plüschtieren oder Gesellschaftsspielen. Bereits 48 Prozent der 4- bis 13-Jährigen haben ein solches Gerät.

Auch Tablets und Computer sowie Spiele für Konsolen stehen hoch im Kurs. Je älter die Kinder sind, desto wichtiger werden die Geräte, sagte Gerd Brüne, Verlagsleiter bei Gruner + Jahr gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Die Studie hatten sechs Zeitschriftenverlage in Auftrag gegeben, um Konsum- und Freizeitvorlieben dieser Altersgruppe herauszufinden.

Altersunabhängig die gleichen Grundbedürfnisse

Dies bedeutet aber nicht, dass die Kinder nur vor dem Computer hocken. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Kinder altersunabhängig die gleichen Grundbedürfnisse haben: nämlich Freunde treffen, spielen, ausruhen und aktiv sein. Weil Kinder viele klassische Spielzeuge besitzen, stehen Smartphone, Tablet und Games auf den ersten drei Plätzen ihrer Wünsche. Gesellschaftsspiele stehen bei jedem Vierten auf der Wunschliste. Im Vergleich zum Vorjahr besitzen weniger Kinder einen eigenen Fernseher. Der Wunsch danach ist leicht gestiegen.

Laut der Studie müssen aber nur drei Prozent der Befragten die Handy-Kosten aus eigener Tasche bezahlen. Die durchschnittlich 23 Euro Taschengeld im Monat geben die befragten Kinder vor allem für Süßigkeiten und Lesestoff aus. Sechs- bis Neunjährige bekommen im Schnitt 18,76 Euro. In der Altersspanne der 10- bis 13-Jährigen steigt dies auf knapp 35 Euro.

Reale Erlebnisse haben immer noch Vorrang

Trotz Digitalisierung des Alltags gehen Kinder mit den neuen Technologien laut der Studie souverän um. Es sei dabei, laut Brüne, für sie normal, draußen zu spielen und digital unterwegs zu sein. 75 Prozent der Kinder zwischen vier und 13 Jahren lesen mindestens einmal pro Woche Bücher oder Zeitschriften. Für die Befragten haben reale Erlebnisse Vorrang vor der virtuellen Welt: am liebsten sind 89 Prozent mit Freunden zusammen, 81 Prozent spielen am liebsten im Freien.

Breitgefächert waren die Antworten auf die Frage, was die Kinder mit einer „Superkraft“ machen würden. Einige würden diese einsetzen, damit Kindern nicht von Gleichaltrigen geärgert werden, andere wollen die Welt gerechter machen, damit Krieg und Hunger aufhören. Auftraggeber für die Untersuchung waren die Verlagshäuser Blue Ocean Entertainment, Egmont Ehapa Media, Gruner + Jahr, Panini Verlags GmbH, Spiegel-Verlag und der Zeit Verlag. Für die Studie wurden 3.300 Interviews geführt.

Von: Johannes Blöcher-Weil

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