Thomas Kleist ist seit 2011 Intendant des Saarländischen Rundfunks

Thomas Kleist ist seit 2011 Intendant des Saarländischen Rundfunks

SR-Intendant fordert EU-Gütesiegel für Journalismus

Der Intendant des Saarländischen Rundfunks (SR) hat ein europäisches Gütesiegel für Qualitätsjournalismus gefordert. Es soll Internet-Nutzer vor Manipulation schützen.

Der Intendant des Saarländischen Rundfunks (SR), Thomas Kleist, hat ein europäisches Gütesiegel für Qualitätsjournalismus gefordert. Das Auftreten neuer Internetanbieter und die steigende Zahl sogenannter Influencer mache es nicht einfacher, den Wahrheitsgehalt bestimmter Sachverhalte im Netz zu identifizieren, sagte Kleist bei der Verleihung des Deutsch-Französischen Journalistenpreises (DFJP) am Mittwoch in Paris.

Wenn Hasskommentare sich wie „Lauffeuer“ im Netz verbreiteten und alternative Medien wie „Spaltpilze“ in der Gesellschaft wirkten, dann stelle sich die Frage, wie die freiheitlichen Demokratien mit diesem Phänomen umgehen wollen. Ein Gütesiegel könne dem Internetkonsumenten auf Anhieb vor Augen führen, wer es mit wem zu tun habe. Es könne mit dem TÜV-Kennzeichen auf Elektrogeräten vergleichbar sein. Verlässliche Informationen, auf deren Grundlage Meinungsbildung stattfinde, seien die Basis einer Demokratie.

„Die Fülle an Informationen im Netz ist schier unüberschaubar geworden; es wird zunehmend schwieriger einzuordnen, welche Meldungen die Wirklichkeit objektiv abbilden und welche manipulativ beziehungsweise manipuliert sind", erklärte Kleist nach SR-Angaben und erkennt darin eine Bedrohung für die freiheitliche Demokratie. Die Frage sei, „wie wir uns davor besser schützen können“. Als Grundlage für ein Gütesiegel schwebt Kleist nach SR-Angaben „ein einfacher Kriterien-Katalog mit klaren Botschaften" vor. Dabei berücksichtigt werden müssten die Recherche, die Quellentransparenz, das Fakten-Checking und das Recht auf Gegendarstellung.

Von: dpa

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