Eine Journalistin im Einsatz: die dpa befürchtet, dass ihr Beruf gefährlicher wird (Symbolbild)

Eine Journalistin im Einsatz: die dpa befürchtet, dass ihr Beruf gefährlicher wird (Symbolbild)

dpa-Aufsichtsrat fordert besseren Schutz von Journalisten

Die Deutsche Presse-Agentur sorgt sich um die Pressefreiheit und die Sicherheit von Journalisten in Deutschland. Gerade im Osten sei die Lage bedenklich, heißt es in einer Erklärung.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Presse-Agentur macht sich angesichts zunehmender Übergriffe auf Reporter für einen besseren Schutz von Journalisten stark. Auf seiner jüngsten Sitzung in Hamburg verabschiedete das Gremium einstimmig eine Resolution zur Wahrung der Freiheit der Berichterstattung in Deutschland. „In großer Einigkeit und nachdrücklich fordert der dpa-Aufsichtsrat die Einhaltung der gesetzlich geschützten Pressefreiheit und Unversehrtheit der Berichterstatter", hieß es in der am Donnerstag veröffentlichten Erklärung.

Die Mitglieder des Aufsichtsgremiums zeigten sich betroffen angesichts „der massiven Zunahme von persönlichen Anfeindungen, ehrverletzenden Beschimpfungen und auch körperlichen Angriffen auf Bildberichterstatter und Reporter der Agentur insbesondere in Ostdeutschland, aber auch in Regionen Westdeutschlands". Außerdem kritisierte der Aufsichtsrat von Deutschlands größter Nachrichtenagentur, dass Polizei- und Sicherheitsbehörden in den genannten Fällen nicht überall konsequent eingeschritten seien.

Zuvor hatten dpa-Chefredaktion und Arbeitnehmervertreter der Agentur den Aufsichtsrat über die schwieriger gewordene Sicherheitslage für Berichterstatter besonders in den ostdeutschen Bundesländern informiert. Mit seiner Resolution setzt der Aufsichtsrat ein deutliches Zeichen im Hinblick auf ein für den 18. Dezember angesetztes Spitzengespräch, bei dem Medien- und Berufsverbände auf die in der Innenministerkonferenz vertretenen Sicherheitsbehörden treffen.

Der dpa-Aufsichtsrat forderte von Polizei, Behörden und den politischen Vertretern in Parlamenten und Regierungen eine klare Verurteilung dieser Art von Gewalt, ein Ende der Behinderung journalistischer Arbeit und den konkreten Schutz von Berichterstattern bei öffentlichen Ereignissen wie Demonstrationen.

Der dpa-Aufsichtsrat vertritt 180 deutsche Medienunternehmen, die als Gesellschafter Anteile an der dpa haben.

Von: dpa

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