Benjamin Piel ist neues Mitglied der Jury, die den Theodor-Wolff-Preis verleiht

Benjamin Piel ist neues Mitglied der Jury, die den Theodor-Wolff-Preis verleiht

Benjamin Piel entscheidet über Theodor-Wolff-Preis

Der Chefredakteur des „Mindener Tageblatts“, Benjamin Piel, ist neues Mitglied der Jury des Theodor-Wolff-Preises. Das Kuratorium berief den gläubigen Journalisten in das Gremium. Er löst den langjährigen Chefredakteur von „Aachener Zeitung“/„Aachener Nachrichten“, Bernd Mathieu, ab, der turnusmäßig nach neun Jahren ausgeschieden ist.

Benjamin Piel verstärkt in Zukunft die Jury des Theodor-Wolff-Preises. Dieser ist einer der wichtigsten deutschen Journalistenpreise und wird vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger vergeben. Mit Piel habe die Jury „einen weiteren hochkarätigen Journalisten, dem engagierter Lokaljournalismus und dessen Stellenwert in der Gesellschaft besonders am Herzen liegen“, zitiert die Pressemitteilung den Vorsitzenden des Kuratoriums, Helmut Heinen.

Der gläubige Christ hatte den Preis 2014 mit dem Text „Bettys erstes Mal“ in der Kategorie Lokaljournalismus selbst gewonnen. Piel war damals Redakteur der Elbe-Jeetzel-Zeitung. Er begleitete einen Erotik-Workshop für behinderte Menschen. Mit dem Beitrag erhielt er später auch den Reportagepreis für junge Journalisten, den die Heinrich-Böll-Stiftung und süddeutsche.de vergeben. In dem Beitrag stellt er eine geistig behinderte, fast blinde Seniorin vor, die mit einem Sexualbegleiter zum ersten Mal Sex hat.

450 Preisträger seit 1962

Der Theodor-Wolff-Preis wird im Dezember wieder vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) ausgeschrieben. Der Jury gehören neben Piel unter anderem Nikolaus Blome, stellvertretender Chefredakteur BILD und bild.de, sowie Wolfgang Büscher, Ressortleiter Investigation/Reportagen, der Zeitungen WELT und Welt am Sonntag, an.

Der Preis erinnert an den langjährigen Chefredakteur des Berliner Tageblatts, Theodor Wolff. Wolff musste 1933 vor den Nazis ins französische Exil fliehen, wurde dort verhaftet und der Gestapo ausgeliefert und starb 1943 im Jüdischen Krankenhaus in Berlin. Seit 1962 haben 450 Preisträger den Preis erhalten.

2011 hatte Piel den Nachwuchsjournalisten-Preis des Christlichen Medienverbundes KEP gewonnen. Der Preis wird an Beiträge in säkularen Medien verliehen, die dabei helfen, dass der christliche Glaube im Gespräch bleibt. Damals hatte er in dem Text „Nächste Ausfahrt: Tod“ die Eltern einer jungen Frau porträtiert, die kurz vor ihrer Hochzeit bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war.

Laudator Björn Heymer, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Wetzlar, verdeutlichte, dass es Piel gelungen sei, die biblische Weltsicht zum Ausdruck zu bringen, ohne dabei aufdringlich oder belehrend zu sein. 2012 wurde er vom „medium magazin“ als einer von besonders begabten jungen Journalisten unter die „Top 30 bis 30“ gewählt. Seit Juni 2018 ist Piel Chefredakteur des „Mindener Tageblatts“.

Von: Johannes Blöcher-Weil

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