Ein australischer Werbespot für Organspende zeigt eine Kreuzigungsszene mit Jesus – und sorgt für heftige Proteste unter Christen

Ein australischer Werbespot für Organspende zeigt eine Kreuzigungsszene mit Jesus – und sorgt für heftige Proteste unter Christen

Werbespot für Organspende macht sich über Jesus lustig

Ein Fernseh-Werbespot sorgt derzeit in Australien für eine heftige Kontroverse. Eine Organisation, die sich für Organspende einsetzt, wirbt mit einer Szene, in der Jesus gekreuzigt wird. In dem Spot fragt ein römischer Soldat Jesus, ob er seine Organe spenden möchte.

Wie das amerikanische Online-Magazin LifeSiteNews berichtet, handelt es sich bei dem Fernseh-Werbespot um einen komödiantisch gemeinten Clip. In dem Zweieinhalb-Minuten-Film sieht man Jesus am Kreuz hängen, und ein römischer Soldat fragt ihn, ob er bereit wäre, Organe zu spenden. Der Spot macht sich außerdem über die Wundertaten Jesu lustig: „Deine Organe könnte das Leben von vielleicht sechs Menschen retten – oder sogar sieben! Ganz zu schweigen von deinen Knochen, deinen Weichteilen und Sehnen. Und die Hornhaut – du könntest damit Blinden zum Sehen verhelfen. Was für ein Wunder.“

Es handelt sich um einen Werbespot der australischen Organisation „Dying to Live“ (Sterben um zu leben), welche von der Regierung unterstützt wird.

Christen empören sich derzeit über den Clip und nennen ihn „mehr als blasphemisch“. Die christliche Gruppierung „Australian Christian Lobby“ hat eine Unterschriftenaktion gestartet, damit der Werbespot aus dem Fernsehen verschwindet. „Ihre Werbung für Organspende hat einen der wichtigsten Momente in der Geschichte der Christen benutzt als billiges Mittel, um eine Botschaft zu propagieren, die unter anderen Umständen viele Christen unterstützen würden“, heißt es in der Petition. Der Spot verletze viele gläubige Menschen im Land. „Er dient wohl kaum dazu, Ihre Botschaft zu verbreiten.“

Im Spot hilft Jesus dem Soldaten und sagt: „Natürlich mach ich mit. Ich bin Jesus.“ Daraufhin reichen die Soldaten dem Gekreuzigten ein Smartphone, auf dem er einen Bestätigungs-Button klicken muss.

Michael Hichborn vom katholischen Lepanto Institut sagte gegenüber LifeSiteNews, die Organspende an sich sei bereits kontrovers genug. „Die moralischen Probleme, die mit der Spende von lebenswichtigen Organen verbunden sind, sind schon schlimm genug. Um etwa ein Herz zu spenden, muss der Spender getötet werden.“ Er fügte hinzu: „Wenn man nun auch noch das Opfer unseres Herrn auf Golgatha dafür benutzt, um diese Dinge zu bewerben, ist das schlimmer als blasphemisch.“

Von: Jörn Schumacher

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