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Medien: US-Missionare in Haiti entführt

Amerikanische Medien berichten von einer Entführung mehrerer Missionare in Haiti. Eine Hilfsorganisation sandte einen „Gebetsalarm“.
Von dpa
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Haiti gilt als bettelarmes Land

In Haiti ist laut Medienberichten eine Gruppe US-Missionare entführt worden. 14 Erwachsene und drei Kinder seien am Samstag auf dem Weg von einem Waisenhaus in Croix des Bouquets am Ostrand von Port-au-Prince nach Titanyen nördlich der haitianischen Hauptstadt gewesen, als sie von Mitgliedern einer bewaffneten Bande verschleppt wurden, meldete der Sender CNN unter Berufung auf haitianische Sicherheitskräfte.

Die Washington Post berichtete von einem per Audioaufnahme verbreiteten „Gebetsalarm“ der Hilfsorganisation Christian Aid Ministries, wonach „Männer, Frauen und Kinder“ dieser Gruppe in der Gewalt der Entführer seien. Es handele sich um Personal der Organisation und Familienangehörige. Einer der Entführten habe noch eine Nachricht in einer Whatsapp-Gruppe absetzen können.

Haiti, das ärmste Land des amerikanischen Kontinents, wird seit Jahren von politischem Chaos und krimineller Gewalt geplagt. Anfang Juli wurde Staatspräsident Jovenel Moïse in seiner Residenz erschossen, die Hintergründe sind bis heute ungeklärt. Das Bandenunwesen versetzt Bewohner wie Besucher in Angst und Schrecken.

Laut „Washington Post“ ist die Anzahl der Entführungen in Haiti umgerechnet auf die Einwohnerzahl die höchste der Welt. Sie habe sich in diesem Jahr im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum versechsfacht. Dies sei das deutlichste Zeichen für das Abgleiten des Landes in die Anarchie, schrieb die Zeitung. Die Entführer verlangen meist hohe Lösegelder und zögern nicht, ihre Opfer zu ermorden.

Haiti teilt sich mit der Dominikanischen Republik die östlich von Kuba gelegene Karibikinsel Hispaniola. In dem bettelarmen und überbevölkerten Land leben auf einer Fläche etwa der Größe Brandenburgs gut elf Millionen Menschen.

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