Im dritten und letzten Teil der Filmreihe „Gott ist nicht tot" soll eine Kirche abgerissen werden, die auf einem Uni-Campus steht. Wieder geht es um den Kampf von Christen vor Gericht gegen die Ungläubigen.

Im dritten und letzten Teil der Filmreihe „Gott ist nicht tot" soll eine Kirche abgerissen werden, die auf einem Uni-Campus steht. Wieder geht es um den Kampf von Christen vor Gericht gegen die Ungläubigen.

Filmreihe „Gott ist nicht tot“ gestorben

Wieder einmal versucht ein Film der amerikanischen Reihe „Gott ist nicht tot“ den guten Kampf für den christlichen Glauben zu führen. Falls es Fans der frommen Filmreihe gibt, die stets ordentlich zwischen den guten Christen und den bösen Nichtchristen unterscheidet, müssen sie nun tapfer sein: Es ist das Ende der Filmreihe. Eine Filmkritik von Jörn Schumacher

Im ersten Teil der Reihe, „Gott ist nicht tot“ (2014), versuchte ein Hochschulprofessor seine Studenten dazu zu zwingen, Atheisten zu werden. Im zweiten Teil (2016) wurde die Frage, ob Gott tot ist oder nicht, sogar vor Gericht behandelt. Der dritte Film mit dem Untertitel „Ein Licht in der Dunkelheit“, der im Januar auf Deutsch auf DVD erschienen ist, hat inhaltlich nichts mit den Vorgängern zu tun, in Sachen Qualität spielt er aber in derselben Liga. Die Schauspieler mittelmäßig, die deutschen Synchronstimmen klingen nach Aufnahmestudio.

Die Reihe „Gott ist nicht tot“ ist vor allem für Christen, die nicht so oft Filme gucken. Und wenn es doch einmal sein muss, dann nur explizit „christliche Filme“. Hier darf der Zuschauer sicher sein, dass sie ohne Ecken und Kanten produziert wurden, die ihn anfechten könnten, leider aber auch ohne Leidenschaft.

Schon in den ersten beiden Filmen werden Sachverhalte geschildert, die in der realen Welt ziemlich unwahrscheinlich sind: Ein Uni-Professor, der seine Studenten dazu zwingt, „Gott ist tot“ auf ein Blatt Papier zu schreiben, weil sie sonst seinen Kurs nicht besuchen dürfen; ein Gerichtsverfahren, in dem „ein für allemal“ bewiesen werden soll, dass Gott tot ist. Im neuen Film steht eine alte Kirche auf dem Grundstück einer Universität. Da die Studentenzahlen der Bildungseinrichtung zurückgehen, mutmaßt die Uni-Leitung, dass dies wohl an der Kirche auf dem Campus liegen muss. Und sie wollen sie abreißen. Denn der Glaube an Christus ist veraltet und unwissenschaftlich, murren die Studenten.

Wie in den anderen Filmen wird ein Bild von Christen gezeichnet, die sich gegenseitig in Gutmütigkeit und Dauerlächeln überbieten. Dadurch wirken die Figuren hölzern und lebensfern. Außerdem sind Christen auch hier wieder in der Opferrolle: Denn die Nichtchristen verfolgen wieder nur ein Ziel: Die Kirchenanhänger verklagen, lächerlich oder und mundtot machen. Sie können offenbar einfach nicht verstehen, dass Freundlichkeit, christliche Rockmusik und viel Lächeln eigentlich alles ist, was ein Mensch braucht. Wenn es für die Christen im Film einmal doch noch unangenehmer wird, hilft stets ein Bibelvers, dem Zuschauer serviert mit flugs aufwallender Streichermusik.

Wer „Gott ist nicht tot“ und „Gott ist nicht tot 2“ mochte, wird bei „Gott ist nicht tot 3“ nicht enttäuscht werden. Auch wenn hier erneut mit allen Mitteln versucht wurde, die Menschen für eine gewisse christliche amerikanische Frömmigkeit zu gewinnen, hatten die Macher offenbar nun Gründe dafür, der Reihe den Todesstoß zu versetzen. Ob Gott tot ist oder nicht, müssen nun andere Filme zeigen.

„Gott ist nicht tot – Ein Licht in der Dunkelheit“, DVD, Gerth Medien, 102 Minuten, 15 Euro, ISBN 4051238069204

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