Die frohe Botschaft auch bei der Suche nach Ostereiern gefunden

Die frohe Botschaft auch bei der Suche nach Ostereiern gefunden

Er ist wahrhaftig auferstanden!

Der direkte Draht zu Gott – durch Jesus. Warum der auch heute noch besteht, erklärt Pfarrer Gerrit Hohage im Gastbeitrag.

Dunkel und schwer die Schritte. Drei Frauen sind auf dem Weg. Dunkel ist es auch in ihrer Seele an diesem frühen Morgen wie manchmal in unserer; sie wollen einen letzten Abschied nehmen. Abschied von Jesus, an den sie geglaubt hatten, dessen Tod am Kreuz sie getroffen hatte wie eine Bombe, die all ihre Hoffnung zerplatzen ließ. Die Salben und Öle, mit denen man damals einen Leichnam einbalsamierte, haben sie dabei. Sie ahnen noch nicht, in welchen Morgen sie hineingehen. Es ist der Morgen aller Morgen, der Anfang der Neuschöpfung, der Manifestation des neuen Bundes zwischen Gott und den Menschen.

Der Engel und das Ladekabel

Vor dem Grab sehen sie nicht den Stein, den sie erwarteten, sondern den Engel Gottes, der zu ihnen redet. „Ich weiß, Ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier, er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt und seht die Stelle, wo er gelegen hat.“ (Matthäus 28,5-6). Die Botschaft, in der die Kraft Gottes liegt, kommt durch das Ohr ins Herz. Das Auge sieht ein leeres Grab. Dafür kann es viele Erklärungen geben.

Es ist das Wort des Engels, das eindeutig ist, das zum Verbindungselement mit der neuen Wirklichkeit Gottes wird. Es ist wie das Handy-Ladekabel, das du irgendwo einsteckst und durch das der Strom fließt. Nur: Ohne Strom fließt kein Strom. Wenn die Steckdose tot ist, lädt das Handy nicht. Manche Menschen in Kirche und Theologie haben gesagt: Die Worte selbst sind die Wirklichkeit. Das ist wie ein Handy-Kabel ohne Steckdose. Da fehlt das Entscheidende! Das ereignet sich nämlich, als die Frauen den Worten des Engels folgen: „Geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden“. Das machen die Frauen so, sie nehmen diese Worte, vertrauen ihnen und tun, was sie sagen – pling, Ladekabel in die Steckdose! – und zack, kommt die Wirklichkeit der Auferstehung mit der vollen Power zu ihnen durch, und sie begegnen Jesus selbst.

Jetzt können sie ihn sehen und selbst erfahren: Was der Engel gesagt hat, ist echt, das ist wirklich passiert. Und als sie dann zu den Jüngern kommen, rufen sie ihnen die Botschaft zu, die Forscher als den ältesten erreichbaren Wortfitzel des Neuen Testamentes ausgemacht haben: „Gott hat Jesus auferweckt von den Toten!“ Sie meinen das nicht einfach als neutrale Information, sondern: „Er ist für uns auferstanden, wir haben ihn wieder, er ist hier und jetzt unser Herr, der lebt und mit dem wir verbunden sind“. „Realpräsenz“ nennt man das mit einem theologischen Begriff: Er ist wirklich da.

Der Kontakt besteht – auch heute

Das haben auch die Jünger erfahren und nach ihnen unzählige Christen, und zwar auf genau demselben Weg: Erst die Botschaft, dann das Vertrauen, dann die Power der göttlichen Wirklichkeit. Ihn mit den Augen zu sehen war dabei den ersten Christen während 40 Tagen vorbehalten – der Apostel Paulus schreibt von über fünfhundert Menschen – aber ihm auf die göttliche Weise begegnen können wir heute noch immer, vor allem wenn wir beten. In dieser wahrhaftigen Begegnung mit dem lebendigen, gegenwärtigen Jesus Christus besteht das Geheimnis und die Kraftquelle des christlichen Glaubens. An sie erinnern wir uns gegenseitig, wenn in vielen tausend Kirchen am Ostersonntag der traditionelle Ostergruß erklingt: „Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!“ (pro)

Dieser Beitrag von Dr. Gerrit Hohage ist auch im Mannheimer Morgen erschienen. Hohage ist Pfarrer der Evangelischen Bonhoeffergemeinde in Hemsbach. Als Mitglied des Christlichen Medienverbundes KEP ist er gelegentlich als Gastautor für pro aktiv.

Dieser Beitrag von Dr. Gerrit Hohage ist auch im Mannheimer Morgen erschienen. Hohage ist Pfarrer der Evangelischen Bonhoeffergemeinde in Hemsbach. Als Mitglied des Christlichen Medienverbundes KEP ist er gelegentlich als Gastautor für pro aktiv.

Von: Gerrit Hohage

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