Patrick Jakucs (l.) und Pastor Kris Madarasz singen am Freitag bei „The Voice of Germany“ um das Weiterkommen
Patrick Jakucs (l.) und Pastor Kris Madarasz singen am Freitag bei „The Voice of Germany“ um das Weiterkommen
Jakucs schreibt seine eigenen Lieder und ist Leiter der Worshipband „Rejoice“
Jakucs schreibt seine eigenen Lieder und ist Leiter der Worshipband „Rejoice“
Patrick Jakucs (r.) sang sich in der ersten „The Voice of Germany“-Runde mit dem Lobpreislied „How He Loves“ ins Team von Michi und Smudo
Patrick Jakucs (r.) sang sich in der ersten „The Voice of Germany“-Runde mit dem Lobpreislied „How He Loves“ ins Team von Michi und Smudo
Der 21-jährige Jakucs (r.) studiert Lehramt
Der 21-jährige Jakucs (r.) studiert Lehramt

The Voice-Kandidat Patrick Jakucs: „Gott ist Liebe“

Am Freitag tritt der 21-jährige Patrick Jakucs bei „The Voice of Germany“ in der Battle-Round an. Im pro-Interview verrät er, warum er in den Blind Auditions ein Lobpreis-Lied gesungen hat.

pro: Wie unterscheiden sich die Auftritte auf der The Voice-Bühne von denen mit deiner Worship-Band „Rejoice“ vor der Gemeinde?

Patrick Jakucs: Bei The Voice ist es keine christliche Gemeinde, die zum Gottesdienst kommt und alle zusammen Gott loben. Dieser andere Fokus ist der einzige Unterschied. Besonders aufgeregt war ich bei The Voice nicht und wenn ich auf der Bühne bin, geht das weg, sobald das Lied beginnt.

Ansonsten habe ich mir gesagt, egal wo ich bin, ob es auf der The Voice-Bühne ist oder in der Gemeinde: Ich möchte mein Bestes geben und damit zum Ausdruck bringen, wie dankbar ich Gott bin und dass ich ihn dafür ehren möchte, was er mir als Talent gegeben hat. Die Einstellung habe ich auch auf die The Voice-Bühne mitgenommen.

Als was siehst du The Voice für dich und deine musikalische Laufbahn?

The Voice ist eine Musikshow mit hohem Niveau, guten Musikern und es ist eine Ehre, dabei sein zu können. Es ist eine spannende Erfahrung für jeden, der mitmachen kann, um musikalisch und persönlich zu wachsen. Bei den Vorbereitungen und den Interviews, die du für die Show führst, musst du wissen, wer du bist und was du willst. Gleichzeitig ist es unheimlich wertvoll, mit professionellen Musikern, der Band, dem Musikteam und den Coaches zu arbeiten, ihre Sichtweise über Musik zu hören, zu sehen, wie sie Dinge handhaben.

Darüber hinaus ist ein großer Fernsehauftritt natürlich ein guter Kickstart für einen Musiker wie mich, der auch seine eigenen Lieder schreibt und eine Botschaft weitergeben will.

Du sagst, du musst wissen, wer du bist und was du willst. Wer bist du denn und was willst du?

Meine Mutter sagt immer zu mir: Als du acht Jahre alt warst, wusstest du genau, wer du bist und was und wohin du willst. Ich bin ein Mensch, der unter anderem Sänger, Songschreiber und Tänzer ist, und darüber hinaus bin ich ein Kind Gottes, was das wichtigste an dem Ganzen ist. Was ich will: Das weitergeben, was ich erlebt habe, Dinge, wo Gott mir geholfen hat. Gott war in vielen Situationen die einzige wirkliche Hilfe und Antwort.

Mit welcher Intention hast du das Lobpreislied „How He Loves“ für The Voice ausgewählt?

Dass ich den Song „How He Loves“ singen durfte, war absolut hammer und voll cool, weil ich somit genau darüber singen konnte, wer Gott wirklich ist: Gott ist Liebe, und er liebt uns sehr. Das war meine Absicht. Ich glaube daran und hoffe, dass Gott das Lied in irgendeiner Weise benutzen kann, um Menschenherzen zu berühren. Ich habe zu mir gesagt, wenn durch das Lied bei den Blind Auditions auch nur ein einziger Mensch berührt wird oder Gott zu dem Herzen sprechen konnte, dann hat sich das Ganze schon gelohnt.

Es ist bekannt, dass deine The Voice-Kollegen Kirk Smith und Kris Madarasz Pastoren sind. Du möchtest auch von deinen Erlebnissen mit Gott berichten. Siehst du das in dem Rahmen als deinen Missionsauftrag?

Teilweise ja, in dem Sinne, wie es in der Bibel steht, dass wir hingehen sollen und alle Völker zu Jüngern machen sollen. Andererseits ist es mir wichtig, dass die Botschaft und ich authentisch rüberkommen. Wenn ich Gott nicht in meinem Leben erlebt hätte und nicht hundertprozentig dahinter stünde, dass er helfen kann und Freiheit und echtes Leben schenkt, dann würde ich das nicht in der Öffentlichkeit sagen. Für mich ist es am allerwichtigsten, dass alles, was ich mache, echt ist, weil das die Menschen merken werden, mit denen ich zu tun habe. Wenn ich dadurch Gott an Menschen weitergeben kann, dann ist es auf jeden Fall etwas wie ein Missionswerk.

Welche Erlebnissen waren das, in denen dir nur Gott geholfen hat?

Ohne jetzt ins Detail zu gehen: Wenn ich zurückschaue, gab es einige Situationen, wo ich ohne Gottes Hilfe, ohne seinen Beistand, wahrscheinlich mit einigen Menschen gar nicht richtig Versöhnung hätte erreichen und anderen nicht hätte vergeben können. Auch die Ermutigung von meinen Eltern, mit denen ich eine gute Beziehung habe und die ich sehr liebe, hätte nicht so sehr geholfen, wie Gott mich in meinem Herzen bewegt hat. Er hat mir klar gemacht, dass es ist wirklich wertvoll ist, mit Menschen Frieden zu schließen. Das war immer ein Ansporn.

Mit meinem älteren Bruder, der gleichzeitig mein bester Freund ist, habe ich auch immer wieder Situationen und Auseinandersetzungen gehabt, nach denen ich schlafen gegangen bin. Dann erinnere ich mich immer an den Bibelvers, wo steht: Lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen. Dann spricht Gott zu mir und sagt sinngemäß: Wäre cool, wenn du nochmal mit deinem Bruder redest, bevor du schlafen gehst, und ihm sagst, dass es dir leid tut. Das kostet sehr viel Kraft, aufeinander zuzugehen und zu sagen: „Sorry, das war eigentlich total unnötig. Ich liebe dich. Vergib mir!“ Das ist aber gleichzeitig sehr wertvoll. Ich bin unheimlich gesegnet und sehr froh über meine Familie. Dass wir immer wieder diesen Schritt gemacht haben und uns vergeben konnten, war nur möglich mit Gottes Hilfe, weil auch mein Bruder sie als Ansporn hatte. Das hat unsere Gemeinschaft als Brüder stärker und intensiver gemacht.

Herzlichen Dank für das Gespräch.

Die Fragen stellte Martina Schubert.

Von: ms

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