Papst Franziskus (Archivfoto)

Papst Franziskus (Archivfoto)

Papst fordert Freilassung festgenommener Politiker in Myanmar

Papst Franziskus hat eine sofortige Freilassung der nach dem Militärputsch in Myanmar festgenommenen Politiker gefordert. Bei seinem Jahresempfang für die am Vatikan tätigen internationalen Diplomaten sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Montag, er denke viel an das Volk von Myanmar.

„Der Weg der Demokratisierung der letzten Jahre wurde durch den Staatsstreich vergangene Woche jäh unterbrochen. Dabei wurden einige führende Politiker verhaftet, und ich hoffe, dass sie umgehend freigelassen werden als ermutigendes Zeichen für einen ehrlichen Dialog zum Wohl des Landes“, mahnte der 84-jährige Papst aus Argentinien. Bereits am Sonntag hatte Franziskus in seinem Angelusgebet ein „demokratisches Zusammenleben“ in Myanmar gefordert.

In dem südostasiatischen Land hatte das Militär vor rund einer Woche gegen die faktische Regierungschefin Aung San Suu Kyi geputscht. Das Militär nahm sie zusammen mit zahlreichen Spitzenpolitikern in Gewahrsam. Die Friedensnobelpreisträgerin soll unter Hausarrest stehen, wurde aber seit dem Putsch nicht mehr gesehen. Berichten zufolge soll sie angeklagt werden.

In seiner Rede sagte der Papst auch, die Pandemie habe mit der Wirtschaftskrise verschiedene humanitäre Notlagen in der Welt verschärft. „Ich denke dabei insbesondere an den Sudan, wohin Tausende von Menschen aus der Region Tigray geflüchtet sind (...)“. Auch in anderen Ländern Afrikas habe sich die Situation zugespitzt.

Der Papst empfing die Vatikan-Botschafter in der großen Benediktionsaula und nicht wie üblich in einem Saal des Apostolischen Palastes. In der Aula lassen sich die großen Abstände besser einhalten, die wegen der Corona-Pandemie erforderlich sind.

Von: dpa

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