Weltweit sitzen Medienschaffende aufgrund ihrer Arbeit im Gefängnis

Weltweit sitzen Medienschaffende aufgrund ihrer Arbeit im Gefängnis

Weltweit rund 400 Journalisten in Haft

Weltweit sind Journalisten wegen ihrer Tätigkeit im Gefängnis. Auch, weil sie über die Corona-Pandemie berichtet haben.

Journalisten arbeiten in vielen Ländern weiterhin unter großen Gefahren. Die Zahl inhaftierter Medienschaffender bleibe weltweit auf sehr hohem Niveau, erklärte die Menschenrechtsorganisation „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) anlässlich der Vorstellung des ersten Teils der Jahresbilanz 2020 am Montag in Berlin. Am Stichtag am 1. Dezember hätten mindestens 387 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit im Gefängnis gesessen, nur zwei weniger als im Vorjahr.

Mehr als die Hälfte von ihnen seien in China (117), Saudi-Arabien (34), Ägypten (30), Vietnam (28) und Syrien (27) inhaftiert worden, hieß es. 54 Journalistinnen und Journalisten gelten den Angaben zufolge derzeit als entführt, vier sind 2020 verschwunden. Der Anteil der Frauen unter den inhaftierten Medienschaffenden sei um 35 Prozent auf 42 Betroffene gestiegen.

Wegen ihrer Berichterstattung zur Corona-Krise seien seit dem Frühjahr 130 Medienschaffende in verschiedenen Teilen der Welt willkürlich verhaftet worden, viele nur für Stunden oder wenige Tage, andere für Wochen, hieß es weiter. Aktuell seien noch mindestens 14 von ihnen im Gefängnis. Hinzu kämen weitere Verletzungen der Pressefreiheit im Zusammenhang mit der Corona-Krise, darunter durch Gewalt bei Demonstrationen.

Mehr als 370 meist kürzere Verhaftungen von Journalisten habe es zudem allein in Belarus seit der umstrittenen Präsidentenwahl im August gegeben, hieß es weiter. Die hohe Zahl inhaftierter Medienschaffender weltweit werfe ein „grelles Schlaglicht auf die aktuellen Gefahren für die Pressefreiheit“, betonte Katja Gloger, Vorstandssprecherin von „Reporter ohne Grenzen“.

Von: epd

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