In Pakistan häufen sich die Anzeigen wegen angeblicher Gotteslästerung

In Pakistan häufen sich die Anzeigen wegen angeblicher Gotteslästerung

Blasphemie-Anklagen in Pakistan nehmen zu

In Pakistan ist ein Christ wegen angeblicher Blasphemie zum Tode verurteilt worden. Insgesamt nehmen die Anzeigen wegen des Vorwurfs der Gotteslästerung in dem Land zu.

Ein Gericht in der pakistanischen Stadt Lahore hat einen Christen wegen Blasphemie zum Tode verurteilt. Das Urteil wolle der 37-Jährige in der nächst höheren Instanz anfechten, sagte sein Anwalt am Dienstagabend. Seit Oktober 2013 befand sich der Mann in Haft, nachdem ihn Arbeitskollegen der Gotteslästerung beschuldigt hatten. Er soll den muslimischen Propheten Mohammed in Textnachrichten beleidigt haben, was der 37-Jährige bestreitet. 2016 wurde der Fall erstmals vor Gericht verhandelt.

Pakistans Menschenrechtskommission hatte erst am Montag zunehmende Anzeigen wegen des Vorwurfs der Blasphemie beklagt. Allein im August seien 40 Fälle von angeblicher Gotteslästerung bei der Polizei gemeldet worden. „Es ist ein beispielloser Anstieg, und wir sind besorgt, dass er konfessionelle Gewalt aufflammen lassen könnte“, sagte der Vorsitzende Mehdi Hassan. Nach Angaben der Kommission richten sich die Anklagen hauptsächlich gegen Schiiten.

Gotteslästerung und die Beleidigung des Propheten stehen in Pakistan unter Strafe. Das südasiatische Land führte die umstrittenen Blasphemiegesetze in den 1980er Jahren während der Amtszeit des damaligen Militärherrschers Zia ul-Haq ein. Kritiker werfen den Behörden vor, dass die Gesetze missbraucht werden.

Von: dpa/Swanhild Zacharias

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus