In Frankreich sind Staat und Kirche streng getrennt

In Frankreich sind Staat und Kirche streng getrennt

Wachstum: Evangelikale in Frankreich

Frankreich praktiziert die strikte Trennung von Staat und Kirche. In dem Land, in dem sich zwei Drittel der Bevölkerung als nicht-religiös bezeichnen, verzeichnen Evangelikale Zulauf.

Frankreich verfolgt seit mehr als 100 Jahren mit dem Laizismus eine strikte Trennung von Staat und Religion. Dennoch wächst die evangelikale Bewegung in dem Land. Nach Angaben von Daniel Liechti, der im Dachverband der Evangelikalen in Frankreich, dem „Conseil National des Evangéliques de France“ (CNEF) die Gemeindegründungsarbeit verantwortet, ist die Zahl der Evangelikalen in Frankreich von zunächst 50.000 in den 1950er Jahren auf heute rund 650.000 angewachsen.

Bedürfnis nach Spiritualität

Nach Angaben des Deutschlandfunk vom Montag möchte das CNEF verstärkt „pertinente (Anmerk. der Redaktion: dienliche) Gemeinden" in der französischen Gesellschaft gründen. Dem Bericht zufolge bezeichnen sich in Frankreich etwa zwei Drittel aller Befragten als „nicht-religiös". Dennoch werde in dem Land alle zehn Tage eine evangelikal geprägte Gemeinde gegründet.

Liechti erkennt in Frankreich ein „großes Bedürfnis nach Spiritualität". Die Gemeindegründungsaktivitäten des CNEF würden nach Angaben Liechtis von den meisten Bürgermeistern positiv bewertet. Das liege auch daran, dass „evangelikale Freikirchen die gesetzlich vorgeschriebene Trennung von Kirche und Staat begrüßen und keinerlei finanzielle Hilfen verlangen". In Frankreich bedürfen Kulträume einer Genehmigung der örtlichen Behörden.

Von: Norbert Schäfer

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