Möchte bei Hilfsprogrammen zukünftig sparen: US-Präsident Trump

Möchte bei Hilfsprogrammen zukünftig sparen: US-Präsident Trump

Christliche Prominente gegen Trumps Kürzungen

US-Präsident Donald Trump will Auslandshilfsprogrammen in Zukunft weniger Geld geben. Dagegen sprechen sich zahlreiche christliche Prominente wie etwa Michael W. Smith aus. Kritik kommt auch von zwei Kirchenvertretern, die bei Trumps Amtseinführung sprachen.

Mehr als 100 christliche Leiter und Künstler haben sich gegen US-Präsident Donald Trumps Vorhaben ausgesprochen, die Förderung ausländischer Hilfsprogramme massiv zu kürzen. Unter den Kritikern sind die bekannten christlichen Musiker Michael W. Smith und Amy Grant. Gegen das Vorhaben sprechen sich auch zwei christliche Vertreter aus, die am 20. Januar zu Trumps Amtseinführung gesprochen und gebetet haben: Der Erzbischof von New York, Kardinal Timothy Michael Dolan, und der Präsident der Latino-Evangelikalen Kirche in den USA, Samuel Rodriguez. Die Gruppe ruft den Kongress dazu auf, gegen die Kürzung vorzugehen.

Das Weiße Haus veröffentlichte am Donnerstag die Budgetpläne zu Trumps Finanzprogramm „America First“. Die Entwürfe benennen neben einer geplanten Erhöhung der Militärausgaben Einsparungen bei vielen Regierungsbehörden. Der Plan sieht eine Kürzung von 28 Prozent des Budgets für das Außenministerium und der US-Behörde für Internationale Entwicklung vor. Diese unterhalten viele Auslandshilfsprogramme.

Trump erklärte zu seinen Plänen laut der Nachrichtenseite Christian Post: „Es ist Zeit, die Sicherheit und das Wohlergehen der Amerikaner zu priorisieren, und den Rest der Welt zu bitten, voranzugehen und seinen fairen Anteil zu zahlen.“

Förderung bringe jeden Tag Hoffnung

Die christlichen Leiter wenden sich in ihrem Brief an den Kongress, der letztendlich über die Finanzpläne verfügen kann: „Als Nachfolger Christi ist es unsere moralische Verantwortung, Sie aufzufordern, das Budget für Internationale Beziehungen zu fördern und zu schützen, und eine unverhältnismäßige Kürzung dieser wichtigen Programme zu verhindern.“ Diese Förderung bringe „armen, hungrigen, schwachen und vertriebenen Männer, Frauen und Kindern jeden Tag Hoffnung auf der ganzen Welt“. Matthäus, Kapitel 25, sage ihnen: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Als gläubige Menschen könnten Christen den Bedürftigen nicht den Rücken zukehren.

„Amerika ist mit fruchtbarem Land gesegnet, reich an natürlichen Ressourcen, einer starken Wirtschaft und treuen Bürgern, die die Religionsfreiheit schätzen“, heißt es in dem Brief weiter. „Aber außerhalb unserer Grenzen erleben viele Länder unvergleichliches Leid und Verlust des Lebens durch extreme Armut, Krankheit, Naturkatastrophen und Konflikte. Heute gibt es 65 Millionen Vertriebene, die meisten seit dem Zweiten Weltkrieg, und 795 Millionen Menschen gehen immer noch jede Nacht hungrig ins Bett.“

Die Unterzeichner kommen sowohl aus evangelischen und evangelikalen als auch aus der katholischen Kirchen. Neben Dolan und Rodriguez haben der Präsident von World Vision, Rich Stearns, der Geschäftsführer von Compassion International, Santiago Mellado, und der Präsident von World Relief Corporation, Scott Arbeiter, den Brief unterschrieben. (pro)

Von: mab

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