Mediziner kämpfen in Afrika unter größten Sicherheitsbedingungen gegen das Ebola-Virus. Homöopathie hat da keinen Platz, findet ein Autor des Tagesspiegel
Mediziner kämpfen in Afrika unter größten Sicherheitsbedingungen gegen das Ebola-Virus. Homöopathie hat da keinen Platz, findet ein Autor des Tagesspiegel

Ebola-Medizin in homöopathischen Dosen

Ebola ist nicht mit Homöopathie zu begegnen. Das hat ein Autor des Berliner Tagesspiegel festgestellt und kritisiert auch den deutschen Umgang mit dieser Form alternativer Medizin.

„Der Glaube an Homöopathie und anderen Hokus-Pokus kann Leben kosten“, schreibt Kai Kupferschmidt vom Tagesspiegel in einem Kommentar. In den Ebola-Gebieten in Afrika machten die verrücktesten Gerüchte die Runde: Zwei Menschen seien bereits daran gestorben, dass sie Salzwasser gegen die Krankheit getrunken hätten. Im Internet gebe es Empfehlungen, das Blut eines Ebola-Patienten in verdünnter Form zu sich zu nehmen. „Ein Rezept für Desaster“, schreibt der Autor. Denn das Virus wird über Körperflüssigkeiten weitergegeben.

Doch der Aberglaube an alternative Heilmethoden grassiere nicht nur in Afrika. Auch in Deutschland gebe es genügend Menschen, die ihre Kinder nicht gegen Masern impfen ließen aus Angst vor „böser Chemie“. Stattdessen setzten Eltern zum Beispiel auf Globuli, jene Zuckerkügelchen, die in der Homöopathie als Heilmittel gegen nahezu alles verwendet werden. So werde der Westen zum Exporteur von Homöopathie. Er bringe nicht nur Helfer, sondern eben auch diese Lehre nach Afrika. „Wer immer noch glaubt, dass ein bisschen Homöopathie-Hokuspokus ungefährlich ist, sollte sich genau anschauen, was dort passiert, wo es um Leben und Tod geht“, schreibt Kupferschmidt. (pro)

Von: al

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