Reinhard Kardinal Marx predigte im Eröffnungsgottesdienst im Frankfurter Kaiserdom (Archivbild)

Reinhard Kardinal Marx predigte im Eröffnungsgottesdienst im Frankfurter Kaiserdom (Archivbild)

Synodalversammlung spricht über Sexualität, Zölibat und Frauenfrage

Kontroverse Diskussionen haben den letzten Tag der ersten Synodalversammlung der katholischen Kirche in Deutschland am Samstag geprägt. Die 230 Teilnehmer des Reformprozesses Synodaler Weg sprachen in Frankfurt über Sexualität, Zölibat und die Position von Frauen in der Kirche. Dabei gab es auch bei Vertretern der Bischöfe unterschiedliche Positionen.

„Verheiratete Priester zuzulassen heißt nicht, den Zölibat abzuschaffen“, sagte der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode über seine persönliche Meinung zum Thema Ehelosigkeit bei Priestern. „Ich bin für beides, zur bewussten Entscheidung zum Zölibat.“ Der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp versicherte, er lebe gerne den Zölibat, „mit allen Höhen und Tiefen“.

Zahlreiche Wortmeldungen prägten vor allem die Diskussion über Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche. „Frauen kommen mit Macht und sie sind hier, mitten unter uns“, sagte eine Synodalteilnehmerin. Es gehe nicht nur um die Frauenfrage, sondern auch um die Zukunftsfähigkeit der Kirche, sagte Claudia Lücking-Michel vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken. „Das Weiterbestehen der Kirche hängt davon ab. Die Frauen gehen, wir haben nicht mehr so viel Zeit.“

Die katholische Kirche in Deutschland hat als Konsequenz aus dem Missbrauchsskandal einen Reformprozess gestartet, den Synodalen Weg. Oberstes Organ dabei ist die aus 230 Bischöfen, Gläubigen und Vertretern verschiedener Berufe in der Kirche besetzte Synodalversammlung.

Von: dpa

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