Über den Rücktritt des Papstes Benedikt XVI. bringt der lettische Regisseur Alvis Hermanis ein Theaterstück heraus

Über den Rücktritt des Papstes Benedikt XVI. bringt der lettische Regisseur Alvis Hermanis ein Theaterstück heraus

Rücktritt von Papst Benedikt kommt auf die Bühne

Mehr als sechs Jahre nach dem freiwilligen Rücktritt von Papst Benedikt XVI. bringt der lettische Regisseur Alvis Hermanis ein Theaterstück darüber auf die Bühne. Es beschäftigt sich mit den Umständen des historischen Amtsverzichts von Joseph Ratzinger.

Der Rücktritt Joseph Ratzingers von seinem Amt als Papst wird zu einem Theaterstück. Die Aufführung „White Helicopter“ (Weißer Helikopter) basiert nach Angaben des Neuen Theaters Riga auf wahren Ereignissen und wird am 21. November in Riga uraufgeführt. Die Hauptrolle als Papst Benedikt XVI. übernimmt Ballett-Ikone Mikhail Baryshnikov (71).

„Es wird kein leichter Abend. Es ist rein intellektuelles Theater. Ich weiß selbst nicht einmal, womit ich es vergleichen kann“, sagte Regisseur Alvis Hermanis dem lettischen Kulturmagazin KulturasDiena. Nach früheren Angaben des Theatermachers beruht die Inszenierung auf sorgfältig ausgewählten Papstzitaten. Die Aufführung wird dem Theater zufolge hauptsächlich in Englisch und teils in Italienisch, Polnisch und Latein mit Übersetzung ins Lettische und Russische stattfinden.

17 Versionen dazu, warum der Papst zurücktrat

Papst Benedikt XVI. war nach acht Jahren als Pontifex im Februar 2013 überraschend von seinem Amt zurückgetreten. Hermanis hatte nach eigenen Angaben schon kurz nach dem päpstlichen Rücktritt Zweifel an den vorgebrachten Gesundheitsgründen - und eigene Untersuchungen angestellt. „Ich las alles, was ich lesen konnte, und redete mit Leuten, auch mit hochrangigen Priestern, einschließlich derer, die zu Ratzingers Zeiten im Vatikan waren“, sagte der lettische Regisseur.

Bei seiner Untersuchung sei er auf mindestens 17 Versionen gestoßen, warum der Papst damals zurücktrat. „Mir wurde klar, dass all die vielen möglichen Versionen dadurch vereint sind, dass es genau die gleichen Probleme sind, die gegenwärtig wie Schnee auf unsere gesamte Zivilisation fallen. Mit einem Wort könnte man es die Auswirkungen und Nebenwirkungen des Globalismus nennen.“

Insgesamt habe er zwei Jahre lang an der Inszenierung gearbeitet. „Ich beschloss, ein Stück zu schreiben, um Ratzinger einen Namen zu geben. Ihm die Chance zu geben zu sprechen. Alle Leute, mit denen ich gesprochen habe und die ihn persönlich gekannt haben, sagten, dass sie Ratzinger für die klügste Person der Welt halten, die das Gesamtbild sieht“, sagte Hermanis dem Wochenmagazin.

Von: dpa

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