Das von Regenwäldern geprägte Amazonasbecken nimmt etwa fünf Prozent der gesamten Landfläche der Erde ein

Das von Regenwäldern geprägte Amazonasbecken nimmt etwa fünf Prozent der gesamten Landfläche der Erde ein

„Amazonas-Synode“ im Vatikan beginnt

Im Vatikan wollen die Bischöfe darüber beraten, wie der Umweltzerstörung im Amazonasgebiet Einhalt geboten werden kann. Auch der Priestermangel in der Region ist ein Thema.

Im Vatikan beginnt am Sonntag die „Amazonas-Synode“ der Katholischen Kirche. Während der kommenden drei Wochen beraten katholische Bischöfe aus Südamerika und anderen Teilen der Welt sowie Ordensleute und Experten über die besonderen Herausforderungen für diese Region. Neben der Umweltzerstörung im Amazonasgebiet geht es nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bei der Synode auch um innerkirchliche Fragen. Die Synode trägt den Titel „Amazonien: neue Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie“.

Schon vor Beginn der Synode hatte es Kontroversen um deren Inhalte gegeben. Wegen des Priestermangels am Amazonas wird in einem Arbeitspapier vorgeschlagen, eine mögliche Priesterweihe indigener Familienväter zu prüfen. Konservative Kleriker sehen darin nicht nur einen Schritt zur Abschaffung des Zölibats - der Ehelosigkeit der Priester -, sondern einen Angriff auf die Grundfesten der Kirche. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro wiederum wirft nach dpa-Angaben der Kirche vor, sich in die inneren Angelegenheiten seines Landes einzumischen.

Einfluss Europas schwindet

Der Großteil der 184 stimmberechtigten Synodenmitglieder stammt aus der panamazonischen Region. Dazu gehören Brasilien, Bolivien, Peru, Ecuador, Venezuela, Kolumbien, Guyana, Surinam und Französisch-Guyana. Deutschland ist mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, vertreten.

Die Synode fasst keine bindenden Beschlüsse. Sie erarbeitet einen Abschlussbericht. der dem Papst als Grundlage für weitere Entscheidungen dient. Für Papst Franziskus stehen der Umweltschutz und der Kampf gegen Erderwärmung im Zentrum seines Pontifikats. Dazu hatte er 2015 eine Enzyklika veröffentlicht.

Am Samstag hatte Papst Franziskus in Rom 13 neue Kardinäle ernannt. Zehn der neuen Kardinäle sind unter 80 Jahre alt und damit bei der Wahl eines Nachfolgers von Franziskus stimmberechtigt. 67 der 128 wahlberechtigten Kardinäle sind von Franziskus selbst ernannt worden - erstmals mehr als die Hälfte.

Die neuen Kardinäle stammen aus Europa, Amerika, Asien und Afrika. Mehrere von ihnen haben sich nach dpa-Angaben für Migranten eingesetzt, wie auch Franziskus. Mit der Wahl außereuropäischer Kardinäle verfolgt der aus Argentinien stammende Papst seine Linie, anderen Weltteilen in der Kirche mehr Präsenz zu geben.

Von: dpa

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