Die Schädel von Opfern des Völkermords in Ruanda mahnen auf dem Friedhof der Genozid-Gedächtnis-Kirche in Kibuye im Westen des Landes: Nie wieder

Die Schädel von Opfern des Völkermords in Ruanda mahnen auf dem Friedhof der Genozid-Gedächtnis-Kirche in Kibuye im Westen des Landes: Nie wieder

Papst bittet um Vergebung für Verbrechen Geistlicher

Papst Franziskus hat sich für die Rolle der Katholischen Kirche beim Völkermord in Ruanda von 1994 entschuldigt. Auch katholische Priester und Gemeindeglieder hätten sich aktiv daran beteiligt.

Bei einem Besuch des ruandischen Präsidenten Paul Kagame in Rom am Montag bat der Papst um Gottes Vergebung für die „Sünden und Fehler der Kirche” während des Völkermords in Ruanda, wie der Vatikan mitteilte. Diese hätten „das Gesicht der Kirche entstellt“.

In Ruanda hatte die Eskalation der Spannungen zwischen den Volksgruppen der Hutu und Tutsi im Jahr 1994 zum Tod von rund 800.000 Menschen geführt. Nach dem Attentat auf Präsident Juvenal Habyarimana, einen Hutu, im April 1994 hatten radikale Hutu-Milizen drei Monate lang vor allem Tutsi, aber auch gemäßigte Hutus ermordet.

Viele wurden mit Macheten getötet, andere bei lebendigem Leibe in Kirchen verbrannt. Ruandische Bischöfe erkannten im vergangenen Jahr an, dass katholische Geistliche aktiv daran teilgenommen hatten.

Gemeindemitglieder, darunter Priester, hätten damals Hass und Gewalt nachgegeben und ihre eigene Mission verraten, hieß es nun vom Vatikan. Franziskus hoffe, dass die Anerkennung dessen zu einer „Reinigung der Erinnerung beitrage. (pro)

Von: dpa/jst

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