Freitagabend versuchten Rechtsextreme vom Turm der Reinoldikirche aus, ihr Gedankengut zu verbreiten
Freitagabend versuchten Rechtsextreme vom Turm der Reinoldikirche aus, ihr Gedankengut zu verbreiten

Kirchenbesetzung durch Rechtsextreme

Rechtsextreme haben sich Freitagabend in der Dortmunder Reinoldikirche verbarrikadiert und ihr Gedankengut verbreitet. Der örtliche Pfarrer setzte die Kirchenglocken als Protest ein.

Mit Pyrotechnik und einem Transparent haben die Rechtsextremen im Turm der Dortmunder Reinoldikirche auf sich aufmerksam gemacht. Sie hatten am Freitagabend die Kirche besetzt gehalten. Polizei und Feuerwehr setzten dem Spuk ein Ende, indem sie gewaltsam die Tür zum Kirchturm aufbrachen. Das berichtet der Westdeutsche Rundfunk (WDR).

Laut der Polizei haben weitere Mitglieder der Gruppe auf einem Weihnachtsmarkt in Dortmund parallel Besucher bepöbelt und antiislamische Flugblätter verteilt. Insgesamt nahm die Polizei acht Verdächtige fest, die Samstagmorgen bereits wieder freigelassen wurden. Gegen sie wird wegen Hausfriedensbruch, Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole und Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt.

„Wir empfinden es als Respektlosigkeit, unsere Kirche für Propagandazwecke zu missbrauchen“, sagte der Superintendent der evangelischen Stadtkirche, Ulf Schlüter. Hier sei kein Platz für Rassismus. Die Kirche hatte während der kurzfristigen Besetzung die Kirchenglocken geläutet. Pfarrer Michael Küstermann wollte damit ein Zeichen gegen die Aktion im Kirchturm setzen: „Wir als evangelische Kirche wehren uns dagegen.“ (pro)

Von: mm

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 900 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein beim Christlichen Medienverbund KEP e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus