Wegen eines Corona-Ausbruchs befindet sich eine Mennoniten-Gemeinde derzeit komplett in Quarantäne

Wegen eines Corona-Ausbruchs befindet sich eine Mennoniten-Gemeinde derzeit komplett in Quarantäne

Hunderte Mitglieder einer freikirchlichen Gemeinde in Quarantäne

In Euskirchen befinden sich derzeit mehrere hundert Mitglieder einer Mennoniten-Gemeinde in Quarantäne. Grund dafür ist ein Corona-Ausbruch in einer Großfamilie, die Mitglied der Gemeinde ist.

Nach der Corona-Infektion einer Großfamilie in Euskirchen hat das Kreis-Gesundheitsamt Quarantäne für die mehreren Hundert Mitglieder einer freikirchlichen Gemeinde angeordnet, der die betroffene Familie angehört. Es handelt sich um die Mennoniten-Gemeinde des Ortes. Mittlerweile haben die Corona-Tests für die ganze Gemeinde begonnen. Die gesamte Gemeinde muss sich diese Woche auf das Virus testen lassen – den Angaben zufolge rund 1.000 Menschen. Nach Angaben eines Behördensprechers von Dienstag sind alle Mitglieder betroffen. Erste Ergebnisse könnten demnach am Freitag vorliegen. Als Grenzwert für neuerliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens gelten 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Zunächst sei die Mutter der Großfamilie mit Krankheitssymptomen ins Krankenhaus gekommen und positiv getestet worden, sagte Behördensprecher Wolfgang Andres. Bei der weiteren Testung habe sich gezeigt, dass dass auch der Vater und elf der 13 Kinder Corona-positiv seien. „Die Kinder sind vorher noch in die Schule gegangen, in die eigene Schule der Mennoniten. Und die Familie ist wohl auch noch in den Gottesdienst in das Bethaus der Mennoniten gegangen“, sagte Andres. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass das Virus verbreitet worden sei.

Der Kreis habe von der Mennoniten-Gemeinde eine Liste mit rund 500 Namen erhalten. Diese Menschen würden mit ihren Kindern getestet. Das seien insgesamt rund 1.000 Personen. Die Quarantäne-Anordnung gelte für die ganze Gemeinde. Schule und Bethaus der Mennoniten seien geschlossen worden.

Von: dpa

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus