Konfetti auf der Straße zeugt vielerorts für närrisches Treiben am Rosenmontag. In Volkmarsen blieb Entsetzen zurück. (Symbolbild)

Konfetti auf der Straße zeugt vielerorts für närrisches Treiben am Rosenmontag. In Volkmarsen blieb Entsetzen zurück. (Symbolbild)

„Gott ist auch in dunklen Momenten da“

Hunderte Menschen haben am Dienstagabend bei einem Gottesdienst Zuspruch und Trost gesucht, nachdem am Tag zuvor ein Mann mit einem Auto in einen Karnevalszug gefahren war. Es gab etwa 60 Verletzte.

Einen Tag, nachdem ein Mann mit einem Auto im nordhessischen Volkmarsen in eine Menge gefahren ist, hat der Fuldaer Bischof Michael Gerber die Menschen bei einem ökumenischen Gottesdienst zum Zusammenhalt aufgerufen. Die Tat könne man nicht verstehen, sagte der katholische Geistliche laut Redemanuskript am Dienstagabend. Die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Beate Hofmann, sagte, das Geschehene habe das Leben in Volkmarsen radikal verändert, doch Gott sei auch in diesen dunklen Momenten bei den Menschen.

Die Kirche war schon lange vor Beginn des Gottesdienstes gefüllt. Auf dem Vorplatz versammelten sich Hunderte Menschen. Der Gottesdienst wurde mit Lautsprechern nach draußen übertragen.

Der mutmaßliche Täter war laut Ermittlern nicht betrunken. Ob er unter Drogeneinfluss gestanden habe, stehe noch nicht fest, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Dienstag. Bislang sei der Mann nicht vernehmungsfähig.

Der 29-Jährige war in der nordhessischen Stadt mit einem Auto in einen Rosenmontagsumzug gefahren. Die Zahl der Verletzten stieg inzwischen auf fast 60. Auch der Fahrer zog sich den Angaben zufolge Verletzungen zu. Der Mann wurde vorläufig festgenommen. Das Motiv des deutschen Staatsbürgers, der aus Volkmarsen kommt, ist noch unklar. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Von: dpa

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