Ein Umfrage des Instituts YouGov ergab, dass mehr als die Hälfte der Deutschen ein Kopftuchverbot in der Grundschule begrüßen würde (Symbolbild)

Ein Umfrage des Instituts YouGov ergab, dass mehr als die Hälfte der Deutschen ein Kopftuchverbot in der Grundschule begrüßen würde (Symbolbild)

Mehrheit für Kopftuchverbot an Grundschulen

Die Mehrheit der Deutschen befürwortet ein Kopftuchverbot für muslimische Mädchen an Grundschulen. Laut einer Umfrage steht mehr als die Hälfte der Bevölkerung einem entsprechenden Gesetz positiv gegenüber.

Eine Mehrheit der Bevölkerung hierzulande befürwortet, dass muslimischen Mädchen an Grundschulen das Tragen von Kopftüchern verboten wird. Für ein solches Gesetz sprechen sich 57 Prozent der Bevölkerung aus, wie eine Umfrage des Instituts YouGov zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Von den Wählern der CDU sind es 61 Prozent, von der FDP 64 Prozent und von der AfD 90 Prozent, die ein solches Verbot gut fänden.

Vorbild wäre Österreich: Das Parlament in Wien hatte kürzlich ein solches Kopftuchverbot beschlossen. Mehrere Unionspolitiker lassen ein Kopftuchverbot – konkret für Mädchen unter 14 – schon juristisch prüfen, um ein entsprechendes Gesetz vorzulegen.

Kramp-Karrenbauer: Kopftuch im Kindergarten hat nichts mit Religion zu tun

Auch die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer findet das richtig. „Kopftücher im Kindergarten oder in der Grundschule haben mit Religion oder Religionsfreiheit nichts zu tun, das sehen auch viele Muslime so“, hatte die Politikerin am Wochenende gesagt.

Fraglich ist, ob Kopftücher für Schülerinnen in Deutschland überhaupt verboten werden dürften. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags kam 2017 zu dem Ergebnis, dass das verfassungsrechtlich „wohl nicht zulässig“ wäre und bezieht sich dabei auch auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zu Lehrerinnen mit Kopftuch.

Von: dpa

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein beim Christlichen Medienverbund KEP e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus