Muss laut einer Forsa-Umfrage den höchsten Vertrauensverlust hinnehmen: Papst Franziskus

Muss laut einer Forsa-Umfrage den höchsten Vertrauensverlust hinnehmen: Papst Franziskus

Vertrauensverlust bei Kirchen

Die Deutschen vertrauen der Polizei am meisten. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von RTL und n-tv hervor. Die religiösen Akteure büßen dagegen Vertrauen ein: sowohl die evangelische Kirche als auch der Papst und die katholische Kirche.

Das größte Vertrauen hat die deutsche Bevölkerung in die Polizei, die bei 78 Prozent liegt, aber auch gegenüber dem Vorjahr fünf Prozentpunkte einbüßte. Auf den nächsten Plätzen folgen die Universitäten und Ärzte, denen jeweils 77 Prozent der Befragten vertrauen. Die meisten der 26 erfragten Akteure verbuchen einen Vertrauensverlust. Das ergibt sich aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag von RTL und n-tv.

Ausgeprägt ist der Vertrauensverlust bei den religiösen Akteuren. Vor allem der Papst hat gegenüber dem Vorjahr 20 Prozentpunkte eingebüßt und liegt nur noch bei 34 Prozent. Damit ist er von Rang 9 auf Position 15 abgestürzt. Einen zweistelligen Verlust (10 Prozent) musste auch die evangelische Kirche hinnehmen, die jetzt bei 38 Prozent liegt. Nur etwas weniger schwand das Vertrauen in die Katholische Kirche, das von 27 auf 18 Prozent gesunken ist.

Presse einer der vier „Gewinner“

Weitere deutliche Vertrauensverluste verzeichnen die Schulen (53 Prozent/-10) und die Bundeswehr (40 Prozent/-13). Die vier „Gewinner“ der Vertrauensumfrage sind die Presse (41 Prozent/+1), die Unternehmer (30 Prozent/+3), Versicherungen (18 Prozent/+1) und Manager (9 Prozent/+3). Mit dieser Zahl landeten die Manager auf dem drittletzten Platz und liegen gleichauf mit dem Zentralrat der Muslime. Dahinter liegen nur noch der Islam (7 Prozent) und die Werbeagenturen (4 Prozent).

Forsa-Chef Manfred Güllner hat bezüglich der Ergebnisse von einer „flächendeckenden Vertrauens-Erosion“ gesprochen. Diese macht er auch an der „mühsamen Regierungsbildung“ sowie „vielen Defiziten in staatlichen und nichtstaatlichen Einrichtungen für das Vertrauen in die Funktionsfähigkeit des Staates und anderer für das Funktionieren der Gesellschaft wichtiger Institutionen“ fest.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa zwischen dem 19. Dezember 2018 und dem 2. Januar 2019 im Auftrag der Mediengruppe RTL erhoben. Befragt wurden 2.515 Personen.

Von: Johannes Blöcher-Weil

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