Beklagt einen zunehmenden Egoismus in der Gesellschaft: der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch

Beklagt einen zunehmenden Egoismus in der Gesellschaft: der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch

Zollitsch: Egoismus gefährdet die Gesellschaft

Der frühere Freiburger Erzbischof und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, wünscht sich von der Katholischen Kirche mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Ich sehe mit Sorge, dass unsere Gesellschaft auseinanderdriftet“, sagte er in Freiburg der Deutschen Presse-Agentur.

Der katholische Theologe und frühere Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch sieht, dass «Werte und Normen, für die wir als Kirche stehen, immer stärker in Gefahr“ gerieten. Wachsender Egoismus und Populismus führten Menschen auseinander, statt sie zu einen.

„Wenn der Begriff christliches Abendland als Schlagwort für Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit genutzt wird, dann ist das bedenklich“, sagte Zollitsch, „weil Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit das Gegenteil der christlichen Botschaft sind.“ Es sei notwendig, dass die Kirche das Wort erhebe und Position beziehe: „Wir müssen uns einsetzen für Pluralität in ganz Europa. Es geht darum, Vielfalt zu schützen, statt Mauern zu bauen.“

Zollitsch wird am Donnerstag, den 9. August, 80 Jahre alt. Er war Freiburger Erzbischof von 2003 bis 2014. Zudem war er von 2008 bis 2014 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Seit Sommer 2014 ist er im Ruhestand, er lebt in Freiburg. Mit rund 1,9 Millionen Katholiken ist das Erzbistum Freiburg nach Köln und Münster den Angaben der Bischofskonferenz zufolge die drittgrößte der 27 Diözesen in Deutschland.

Von: dpa

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