Das Landgericht Traunstein hat sein Urteil gefällt bei einem Muslimen, der eine christliche Konvertitin ermordet hat

Das Landgericht Traunstein hat sein Urteil gefällt bei einem Muslimen, der eine christliche Konvertitin ermordet hat

Lebenslange Haft für Mord an Konvertitin

Das Landgericht Traunstein hat einen Mann muslimischen Glaubens wegen Mordes an einer zum Christentum übergetretenen Muslima zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht stellte am Freitag zudem die besondere Schwere der Schuld fest.

Ein 29-jähriger Mann hatte im April 2017 in Prien am Chiemsee eine Frau vor den Augen ihrer beiden fünf und elf Jahre alten Söhne erstochen. Täter und Opfer stammen aus Afghanistan. Für diese Tat wurde er jetzt vom zuständigen Landgericht zu lebenslanger Haft verurteilt. Sein Motiv war, dass die Frau zum Christentum konvertiert war.

Der Täter war an einem Supermarkt mit einem Messer auf die Frau losgegangen. Staatsanwalt Oliver Mößner hatte lebenslange Haft gefordert. Er verlangte außerdem, die besondere Schwere der Schuld festzustellen. Damit wäre eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren rechtlich zwar möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen. Da der Mann jedoch ausreisepflichtig war, wird er voraussichtlich nach Verbüßung einer jahrelangen Haft nach Afghanistan abgeschoben werden.

Verteidiger Harald Baumgärtl beantragte hingegen, auf die Feststellung einer besonderen Schwere der Schuld zu verzichten. Er begründete dies unter anderem mit der „ganz außergewöhnlichen Lebenssituation“ des Angeklagten. Der abgelehnte Asylbewerber sei in seiner Heimatregion „von klein auf mit Gewalt, Blut und Tod“ konfrontiert gewesen.

In seinem Schlusswort hatte sich der Angeklagte bei den Hinterbliebenen entschuldigt. Das Gericht folgte mit dem Urteil dem Antrag der Anklagebehörde. Diese hatte dem 30-Jährigen vorgeworfen, er habe die Frau wegen ihrer Religionszugehörigkeit getötet.

Von: Johannes Weil/dpa

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